Ab 2035 soll es für die Bewohner Kopenhagens sowie für Touristen einfacher werden, sich aus den Stadtteilen Islands Brygge oder Amager in der Hauptstadt zu bewegen. Zumindest wenn es nach den Parteien geht, die sich im Kopenhagener Rathaus auf den Bau der künstlichen Halbinsel Lynetteholm verständigt haben.

Sie wollen untersuchen, ob die künftige U-Bahn-Linie nach Refshaleøen und Lynetteholm so verlängert werden kann, dass sie vom Hauptbahnhof ausgeht und gleichzeitig neue Stadtviertel rund um Islands Brygge und die Amagerbrogade bedient. So heißt es in einer Pressemitteilung der Wirtschaftsverwaltung der Stadt Kopenhagen.

Doppelt so teuer wie das Modell im Infrastrukturplan

Mit neun Bahnhöfen ist die Trasse eine erweiterte Alternative zu der im staatlichen Infrastrukturplan vorgesehenen Trasse mit vier Bahnhöfen. Mit geschätzten 13,7 Mrd. DKK wäre sie auch mehr als doppelt so teuer.

Die neue Linie soll vom Kopenhagener Hauptbahnhof an der Bryggebroen und den DR-Gebäuden über die Amagerbrogade bis nach Refshaleøen und weiter nach Kløverparken und Lynetteholm führen. Durch die Verlegung der Strecke nach Süden unter dem Stadtteil Amager hindurch würde die U-Bahn dann auch Teile der Stadt anbinden, die keinen Zugang zum Streckennetz haben. Die neue Linie wird bis 2035 mehr als 51.000 Einwohner, Arbeitsplätze und Studienplätze bedienen.

Neun statt wie bisher geplant vier U-Bahnhöfe wie diesen soll die neue Strecke bekommen. Bild: Reginaldo Sales / Metroselskabet

Der Ausbau ist schrittweise vorgesehen. Das Ziel ist es, so langfristig auch wichtige Ziele wie Indre Nørrebro und das Rigshospitalet erreichbar zu machen. Gleichzeitig wird die Verbindung Refshaleøen und Lynetteholm an alle bestehenden U-Bahn-Linien und an den Kopenhagener Hauptbahnhof anschließen.

Die Konsultationsphase für die U-Bahn-Verbindung nach Lynetteholm beginnt nach den Sommerferien. Damit haben die Kopenhagenerinnen und Kopenhagener die Möglichkeit, über die Streckenführung und die Lage der einzelnen Stationen mitzubestimmen. Welche Linie gebaut wird, entscheidet sich bis 2025; bis 2035 soll sie fertiggestellt sein.

Quelle: Licitationen

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