Erwartungsgemäß hat das dänische Parlament Folketing am letzten Tag der Parlamentssitzungen den Vorschlag für den Bau der künstlichen Insel Lynetteholm angenommen.

Trotz vieler Proteste hat das Unternehmen By & Havn die Genehmigung für den Bau einer neuen Halbinsel im Hafen von Kopenhagen zwischen Nordhavn und Refshaleøen erhalten.

Illustration der künstlichen Insel Lynetteholm
Mit dem Beschluss des dänischen Parlaments kann die künstliche Insel Lynetteholm nun realisiert werden. Bild: By og Havn

By & Havn arbeitet seit 2018 an der Qualifizierung und Umweltverträglichkeitsprüfung des Lynetteholm-Projekts, das eine Klimaschutzmaßnahme für Kopenhagen sein soll. Die Insel soll die dänische Hauptstadt vor steigendem Wasser schützen.

„Wir sind bereit, uns an die Arbeit zu machen, und werden uns weiterhin auf den Dialog mit den Kopenhagenern über Lynetteholm konzentrieren. Das Projekt wurde in Absprache mit den führenden Experten des Landes und im Dialog mit der Kopenhagener Bevölkerung bewertet und qualifiziert, weshalb das Folketing Lynetteholm heute auf einer gut dokumentierten und informierten Grundlage verabschieden konnte‟, sagt Anne Skovbro, CEO von By & Havn.

Lynetteholm wird mit ausgehobenem Erdreich aus Bauprojekten in Kopenhagen und Umgebung errichtet. Das Gesetz ermächtigt By & Havn zum Bau einer Anlage zur Annahme der Massen auf Refshaleøen und einer Zufahrtsstraße für den Transport und die Aufschüttung Lynetteholm über die alte ‚Benzininsel‘ Prøvestenen.

Fakten

Die Gesamtfläche von Lynetteholm wird 275 Hektar betragen, und der Bau des Geländes wird in zwei Phasen unterteilt sein. 80 Mio. Tonnen Erdreich und 28 Mio. Kubikmeter Sand sollen für die künstliche Insel im Öresund aufgeschüttet werden. Später sollen 35.000 Menschen dort leben könne.

By & Havn geht davon aus, dass die gesamte Landfläche von Lynetteholm in etwa 30 Jahren aufgeschüttet sein wird.

Gebiet Phase 1:

  • 2021 (3.-4. Quartal): marine Untersuchungen und archäologische Studien
  • 2021 (3. – 4. Quartal): Ausschreibung der Arbeiten
  • 2022-2023: Ausführung der Arbeiten
  • 2023 (1. Quartal): Betrieb der Annahmestelle für das Erdreich, Beginn der Annahme für das Gebiet der Phase 1

Gebiet Phase 2

  • 2022-2023: marine und archäologische Untersuchungen
  • 2022 (1.-2. Quartal): Ausschreibung der Arbeiten
  • 2022 (3. Quartal) – 2025: Ausführung der Arbeiten
  • 2025: Die Annahme der Erdreich-Massen für das Gebiet der Phase 2 beginnt

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