Die norwegische Eisenbahnverwaltung Bane NOR nimmt wesentliche Änderungen an der eigenen Organisation vor, um Mittel freizugeben. Damit sollen Wartungsstaus verringert und die Pünktlichkeit verbessert werden. Jährlich sind dafür mindestens 3,5 Mrd. NOK erforderlich.

Der Wartungsstau bei der norwegischen Eisenbahn wird auf 20,4 Mrd. NOK (1,8 Mrd. EUR) geschätzt. In den letzten Jahren wurden mehrere Streckenabschnitte erneuert, aber der eng getaktete Zugverkehr bringt hohen Verschleiß mit sich. Viele Anlagen hätten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, und daher steige der Wartungsbedarf, so Bane NOR in einer Pressemitteilung.

3,5 Mrd. NOK jährlich für Instandhaltung nötig

Porträt des CEO von Bane NOR Gorm Frimannslund
Gorm Frimannslund, CEO von Bane NOR. Bild: Aksel Jernstad/Bane NOR

„Alle Züge in Norwegen fahren auf einer Kombination aus neuer und alter Infrastruktur. Die Frage ist daher nicht, ob wir neu bauen oder das alte erhalten sollen, wir tun beides. Damit sich der Wartungsstau nicht erhöht, sind jährlich mindestens 3,5 Mrd. NOK erforderlich. Aus diesem Grund ergreifen wir jetzt umfassende Maßnahmen, die zu mehr Geld für die Instandhaltung und einem effizienteren Bau einer neuen Eisenbahn beitragen, damit mehr Menschen mit der Bahn fahren können‟, erklärte Gorm Frimannslund, CEO von Bane NOR.

Er sagte weiter, es sei entscheidend, dass die Kunden mit einer pünktlichen und zuverlässigen Eisenbahn rechnen könnten, auch während der Ausbau- und Modernisierungsmaßnahmen.

„Um mit dem größten Digitalisierungsprojekt auf dem norwegischen Festland ERTMS erfolgreich zu sein, müssen alle Teile des Betriebs und der größte Teil der Technologieumgebungen in einem Geschäftsbereich zusammengefasst werden‟, so Frimannslund.

Die neue Organisation von Bane NOR

Ab dem 1. Oktober besteht Bane NOR aus vier Abteilungen: Ausbau, Betrieb und Technologie, Kunden und Markt sowie Immobilien.

Die Gesamtverantwortung für den Betrieb ist im Geschäftsbereich Betrieb und Technologie zusammengefasst. Dieser ist für die aktuelle Eisenbahninfrastruktur, das Verkehrsmanagement, das ERTMS-Programm, die eisenbahntechnischen Fächer sowie IKT in Verwaltung und Fahrwegen zuständig.

Die Rolle Bane NORs als Bauherr soll gestärkt werden. Sämtliche Planungs- und Bauleistungen werden im Geschäftsbereich Ausbau gebündelt. Dies bedeutet, dass Ausbau- und Planungsprojekte aus der aktuellen Abteilung Infrastruktur übertragen werden, z. B. Ausweichstellen, der Wiederaufbau von Bahnhöfen und andere wichtige Projekte, die derzeit nicht von den großen Entwicklungsprojekten abgedeckt werden.

Die Verantwortung für die Kunden von Bane NOR liegt im Geschäftsbereich Kunden und Markt, der die Gesamtverantwortung für die Kunden von Eisenbahnunternehmen einschließlich Streckenplanung, Nachverfolgung des Güterverkehrs und Verwaltung der Terminals von Bane NOR sowie der Reiseinformationen für Kunden an Bahnhöfen und digitalen Plattformen trägt.

Quelle: Building Supply NO / Bane NOR

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