Während die NASA ihre Pläne für die Erforschung des Mondes vorantreibt, veröffentlicht das dänische Architekturbüro Bjarke Ingels Group ein Konzept für Mondlebensräume, die mit einem 3D-Drucker auf dem Mond produziert werden könnten.

Bis 2024 will die NASA erneut auf dem Mond landen, und bis 2030 soll eine „langfristige Erforschung des Mondes‟ möglich sein. Doch diese Forscher müssen irgendwo leben.

Der Bau einer Mondbasis ist kein gewöhnliches Bauprojekt. Die Konstruktionen müssen nicht nur in einer unwirtlichen Umgebung mit einem Fünftel der Schwerkraft der Erde und ohne ihre Atmosphäre errichtet werden. Als Baumaterial steht außerdem nur Mondstaub zur Verfügung.

Mondstaub im 3D-Drucker

Die NASA finanziert das Bautechnologie-Startup Icon. Das Unternehmen hat einen 3D-Drucker entwickelt, der in der Lage ist, Häuser im Maßstab 1:1 zu konstruieren.

Um herauszufinden, was genau dieser 3D-Drucker auf dem Mond bauen kann und soll, hat Icon eine Partnerschaft mit SEArch+, einem Architekturbüro, das mit der NASA an humanzentrierten Designs für die Weltraumforschung gearbeitet hat, und der Bjarke Ingels Group (BIG), einem der weltweit bekanntesten Architekturbüros, angekündigt.

Igloos in Donut-Form

Illustration der Igloos, die mithilfe eines 3D-Druckers auf dem Mond entstehen sollen
Illustration: Icon/BIG

Das Design von BIG für das Projekt Olympus sieht Donut-ähnliche Igloos vor, mit einer waffelförmigen Hülle, die sowohl Struktur als auch Schutz bietet, und das besser, als es metallische oder aufblasbare Gebäude könnten.

Sie wurden speziell dafür geworfen, um mit der 3D-Drucker-Technologie von Icon gedruckt werden zu können. Dieser soll auf dem Mond völlig autonom arbeiten können, auf der Grundlage von Anweisungen, die er von einer anderen Basis oder von der Erde aus erhält.

Gründer und Creative Director Bjarke Ingels geht von einer zukunftsweisen Technologie aus: „Um die Macht der Architektur zu erklären, verweise ich auf ‚formgiving‘, das dänische Wort für Design. Wörtlich bedeutet es, dem noch nicht Gestalteten eine Form zu geben. Dies wird umso deutlicher, wenn wir uns über die Erde hinauswagen und uns vorstellen, wie wir in völlig neuen Welten bauen und leben werden. Zusammen mit ICON überschreiten wir als Pioniere Grenzen ‒ sowohl in materieller, technologischer als auch in ökologischer Hinsicht. Die Antworten auf unsere Herausforderungen auf der Erde könnten vielleicht auf dem Mond gefunden werden.‟

Quelle: Bjarke Ingels Group / Fast Company

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