Bis 2030 soll Malmös Bausektor klimaneutral werden. Um dies zu erreichen, haben sich mehrere lokale Akteure der Initiative LFM30 angeschlossen. Unterstützt wird die Initiative vom Branchenverband Sveriges Byggindustrier.

Der Bausektor steht für mehr als 20 Prozent der Gesamtklimabelastung in Malmö. LFM30 ist der erste lokale Fahrplan in Schweden, um bis 2030 Klimaneutralität im Bausektor zu schaffen.

Logo der Initiative LFM30

„Wir wollen nicht mehr warten. Bei Klimaneutralität kam ein anderer Termin als 2030 für uns nicht infrage‟, erklärte Josephine Nellerup des Baudezernats der Stadt Malmö im Rahmen der alljährlichen Almedal-Woche. Das Bauen in Malmö solle von Weitsicht, cleveren Energielösungen und umweltfreundlichen Materialwahl geprägt sein. Um dies zu erreichen, seien nicht nur eine umfangreiche Zusammenarbeit notwendig, sondern auch ambitionierte Ziele für alle am Bauprozess Beteiligten – von Lieferanten und Auftraggebern bis hin zu Architekten und Bauherrn.

70 sind schon dabei

Der Lokale Fahrplan Malmö 2030 (KFM30) soll die Klimaumstellung des Bausektors vorantreiben. Über 70 Akteure haben sich bisher der Initiative angeschlossen, um gemeinsam Strategien und Lösungen zu entwickeln.

„In nur einem halben Jahr haben wir 70 Akteure aus allen Phasen des Bauprozesses versammelt. Neunmal haben wir den Fahrplan überarbeitet. Doch nun können wir ihn endlich national veröffentlichen‟, so Carl Wangel, der das Projekt koordiniert.

Sechs Fokusbereiche

Der lokale Fahrplan sieht sechs Fokusbereiche für die Arbeiten vor:

  • Abstimmung von Geschäftsmodellen und Kooperationen
  • zirkuläre Wirtschaft und Ressourcennutzung
  • Design, Prozess und Klimaberechnungen
  • klimaneutrales Baumaterial
  • klimaneutrale Verwaltung, Betrieb und Unterhaltung
  • klimaneutrale Arbeitsplätze und Transporte.

Allen Beteiligten ist klar, dass die Ziele ambitioniert sind. „Wir müssen es schaffen, klimaneutral zu bauen, zu vernünftigen Mieten, und sämtlichen Wohnraum zu schaffen, den wir benötigen. Das kann zu Zielkonflikten führen, aber ich bin sicher, dass es Synergieeffekte gibt, die die Kosten reduzieren können‟, sagte Jenny Holmqvist von KMB.

Carl Wrangel ist sich sicher, dass ein hartes Stück Arbeit vor allen Beteiligten liegt. „Ein wichtiger Schritt ist gemacht. Jetzt können wir den Fahrplan auch anderen Städten zur Verfügung stellen.‟

Quelle: Byggvärlden

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