Schwedische Verbraucher möchten gerne nachhaltig renovieren und bauen. Doch wenn es dann so weit ist, denken die wenigsten an Nachhaltigkeit und das Klima. Daher muss mehr über den großen Klimaeinfluss von Privathäusern und Bautätigkeiten aufgeklärt werden.

Das hat eine Studie mit über 500.000 Verbrauchern in Schweden ergeben. Der Bericht „Wer interessiert sich für nachhaltiges Renovieren?“ wurde vom Statistikunternehmen NAVET Analytics im Auftrag des Informationszentrums für nachhaltiges Bauen (ICHB) – einer Initiative von Boverket – und Svensk Byggtjänst erstellt.

„Mit der Studie wollten wir versuchen zu verstehen, wie bewusst sich die Verbraucher sind, dass Bauen ein Umweltproblem darstellt. Wir wollten geeignete Wege finden, um diese mit Nachhaltigkeitsargumenten zu erreichen. Leider zeigt die Studie, dass es noch ein langer Weg ist, bis jeder Einzelne zum Erreichen unserer Klimaziele beiträgt‟, sagte Johan Nuder, der Koordinator bei ICHB.

Wohnhäuser gehören zu dem schlimmsten Klimabelastungen, zusammen mit dem Verkehr und der Industrie. Um zu untersuchen, wie Schweden in Bezug auf Nachhaltigkeit bei Renovierung und Bau denken, wurde künstliche Intelligenz eingesetzt. Damit hat man die Internetsuchen der Verbraucher analysiert.

Materialsammlung mit künstlicher Intelligenz

Es wurden riesige Mengen an Informationen ausgewertet, rund um die Themen Nachhaltigkeit und nachhaltiges Verhalten: Alerts, Blogs, Postings in sozialen Medien und die Nutzung von Suchmaschinen. In die Studie flossen die Daten von mehr als 500.000 Konsumenten, 1.200 Artikel, 2 Millionen Suchen und 27.000 Postings in mehr als 10.000 Facebook-, Twitter- und Instagram-Konten ein.

Der Geschäftsbereichsleiter von NAVET Analytics Alexander Alvén erklärte: „Nach der Auswertung des Materials konnten wir sehen, dass das grundsätzliche Interesse für Nachhaltigkeit bei den Verbrauchern zunimmt. Das spiegelt sich in einer gleichmäßig steigenden Anzahl an Internetsuchen in den letzten fünf Jahren wider. Doch das Interesse schwindet, wenn die schwedischen Verbraucher renovieren oder umbauen wollen.‟

Die Studie zeigt, dass die meisten zwar Müll trennen, Plastiktüten beim Einkaufen vermeiden und ihre Abfälle zum Recyclinghof bringen. Beim Bauen ist das Interesse jedoch gering.

Die Bereitschaft zur Veränderung ist je nach Personengruppe unterschiedlich. In der Studie hat man daher auch verschiedene Argumentationen für verschiedene Zielgruppen entwickelt.

Quelle: Byggnyheter.se
Bild: congadesign/Pixabay

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