Das Gebäude, in dem der Hauptsitz von Velux ist
Der Hauptsitz von Velux nördlich von Kopenhagen. Foto: Velux

Erst in der letzten Woche hatte der dänische Fensterproduzent Velux bekannt gegeben, seine Fabrik im dänischen Skærbæk mit 130 Mitarbeitern zu schließen. Nun hieß es in einer Pressemeldung, dass insgesamt rund 550 Stellen abgebaut werden sollen.

Das Werk, das geschlossen wird, stellt Holzkomponenten her. Diese sollen zukünftig von anderen Werken in Polen, Ungarn und Dänemark produziert werden.

Pressesprecher Jens Bekke erklärte: „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber da wir bei Holzkomponenten Überkapazitäten haben, müssen wir unsere Produktion anpassen, um konkurrenzfähig zu bleiben.‟

Die Abwicklung soll spätestens bis zum Frühjahr abgeschlossen sein. Einigen Beschäftigten sollen neuen Stellen in anderen Funktionen angeboten werden.

Umstrukturierung in vier Teilmärkte

Mit der Schließung des Werks leitet Velux eine große Umstrukturierung ein, bei der insgesamt 550 Stellen wegfallen werden. Dabei soll die derzeitige nationale Struktur in eine regionale umgewandelt werden, mit vier europäischen Teilmärkten. Dadurch werden zahlreiche Stabsfunktionen im Bereich Sales und Marketing in einigen Ländern gestrichen.

David Briggs, CEO von Velux. Foto: Velux

„Das Ziel ist es, uns schneller und effizienter zu machen. Obwohl wir einige gute digitale Initiativen haben, brauchen wir zu lange, um sie auszurollen. Mit einer regionalen Aufteilung werden wir viel effizienter, und das wird hoffentlich zu mehr Wachstum führen‟, sagte David Briggs, CEO von Velux.

Zukünftig wird Velux in vier europäische Regionen aufgeteilt sein, statt wie bis her mit lokalen Leitungen in 25 Ländern. Die vier Regionen sind:

  • Skandinavien
  • DACH
  • Südeuropa
  • Südosteuropa

Bei den anderen, weltweiten Vertriebsgesellschaften, unter anderem in China und den USA, bleibt die Struktur regional orientiert.

Die großen Änderungen waren lange geplant und keine Konsequenz der Corona-Krise. Im Gegenteil hätte die Umstrukturierung eigentlich bereits im März bekannt gegeben werden sollen, doch dann entschied sich Velux, die aktuelle Entwicklung abzuwarten.

Neue Stellen in Østbirk

Während also in den Führungsetagen kräftig Stellen gestrichen werden, entsteht im dänischen Østbirk ein neues Innovationscenter. Dort will Velux 200 hoch qualifizierte neue MitarbeiterInnen einstellen, die die digitale Entwicklung vorantrieben sollen.

„Ich hoffe, dass wir mit der Investition ein Weltklasse-Forschungszentrum bauen, das in Dänemark führend sein wird. Das Gebäude ist für 350 Beschäftigte ausgelegt, wir haben Platz zu wachsen‟, so Briggs.

Quellen: Mester Tidene / Wood Supply

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