Circa 12 Prozent der geplanten Bauprojekte in Schweden verschieben den Beginn der Bauarbeiten, was teilweise oder vollständig an der Corona-Krise liegt. Gleichzeitig melden die Bauherren, dass das Interesse für ihre Projekte größer geworden ist und es mehr Angebote gibt. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Magazinee Byggvärlden und Byggfakta heror.

Byggfakta und Byggvärlden haben gemeinsam Bauherren gefragt und Projektpläne analysiert. Die Umfrage umfasst ca. 400 ausgewählte Bauprojekte im Land, die eigentlich ab dem Frühjahr 2020 bis spätestens Anfang 2021 starten sollten. Jetzt zeigt sich allerdings ein anderes Bild.

„Bisher sah es so aus, als wäre die Baubranche im Allgemeinen nicht besonders von der Coronakrise betroffen. Doch nach der Befragung der Bauherren stellt sich das Bild anders dar‟, sagt Peter Åhs von Byggfakta.

Insgesamt wurden beinahe 12 Prozent der Projekte wegen der Corona-/Covid19-Situation verschoben. Dabei zeigen sich deutliche geografische Unterschiede. In Stockholm änderte sich der Starttermin von insgesamt 17,2 Prozent der Projekte. Neben Stockholm sind vor allem Mittelschweden (insbesondere Uppsala) und die Provinzen Dalarna, Värmland und Gävleborg am meisten betroffen.

Peter Åhs erklärt: „Die Verbreitung des Virus spiegelt sich in den verschobenen Projekten wider. Stockholm und Mittelschweden waren vom Virus am stärksten betroffen, und das zeigt sich jetzt auch bei den Bauprojekten.‟

Stärkeres Interesse

Die Umfrage hat aber auch ergeben, dass das Interesse an den Projekten deutlich zugenommen hat. Die meisten Bauherren hätten einen Anstieg von rund 31 Prozent festgestellt. Auch hier liegt Stockholm mit 37 Prozent wieder an der Spitze.

Das gesteigerte Interesse zeigt sich vor allem durch mehr Angebote zu den Projekten. Auf das gesamte Land betrachtet haben rund 22 Prozent der Bauherren bestätigt, dass mehr Angebote eingehen.

Die verschobenen Bauprojekte treffen den Markt wirtschaftlich schwer. Rund 34,2 Mrd. SEK werden als Baukosten für die Projekte aus der Umfrage veranschlagt. Und die Bauprojekte, deren Start sich aufgrund der Krise verschiebt, machen davon rund 7,7 Mrd. SEK aus.

Quelle: Byggfakta

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