Bild: Statens Vegvesen /Norconsult

Die norwegische Straßenadministration Statens Vegvesen hat das Vergabeverfahren für einen Teilprojekt des 26 km langen Rogfast-Tunnels abgesagt, weil die voraussichtlichen Kosten das Budget erheblich überschritten hätten.

Nach dem Vergabeverfahren war das Konsortium aus Stangeland Maskin und Implenia als einziger Anbieter übrig geblieben. Deren Angebot sah Kosten von mehr 1 Milliarde Kronen (100 Mio. EUR) über dem Budget vor, das Statens Vegvesen eingeplant hatte ‒ was rund 30 Prozent der Gesamtkosten gewesen wären.

Tunnelprojekt insgesamt in Gefahr?

„Wir sind ziemlich geschockt darüber, dass dieser Vertrag nun doch nicht vergeben wird. Das bedeutet, dass das Vergabeverfahren abgesagt wird und wir raus sind‟, so Tore Voster, Projektleiter bei Stangeland Maskin. „Ich fürchte auch, dass damit das Gesamtprojekt in Gefahr ist.‟

Der Rogfast-Tunnel sollte der längste, tiefste unterseeische Tunnel der Welt werden. Der hier ausgeschriebene Vertrag hätte rund 1/3 des Tunnels sowie weitere fünf Kilometer Tunnel bis nach Kvitsøy umfasst.

Der Leiter von Statens Vegvesen Bjørne Grimsrud betonte: „Wir tun das sehr ungern, doch es ist leider im Rahmen unserer Arbeit erforderlich. Mit einer solchen Kostenerhöhung hätten wir nicht einfach weitermachen können, ohne mit dem Ministerium zu sprechen.‟ Ob das Rogfast-Projekt insgesamt in Gefahr sei, wollte Grimsrud nicht bestätigen oder dementieren.

Quelle: Building Supply NO / NRK

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