Überarbeitungsbedarf der norwegischen Normverträge wird geprüft

Das norwegische Normungsinstitut Standard Norge prüft den Überarbeitungsbedarf der juristischen Normverträge (Norsk Standard) für Hoch- und Tiefbau. Dies gilt auch für die zugehörigen Formulare.

Ausgelöst wurde die Initiative durch mehrere Beschwerden, die Standard Norge von Akteuren aus der Branche erhalten hatte. Der Wunsch nach Änderung oder Aktualisierung betraf mehrere Punkte. Vor allem immer größere und komplexere Projekte, aber auch die Digitalisierung wurden als Begründung für den Änderungsbedarf genannt. Da gerade große öffentliche Auftraggeber wie Bane NOR und Statens Vegvesen verstärkt auf den norwegischen Normvertrag für Totalunternehmeraufträge (NTK) setzen, sei es besonderes wichtig, dass dieser und andere Normverträge aktualisiert würden, so Standard Norge. Das Normungsinstitut plant, für die Überarbeitung der Verträge die Akteure der Branche an einen Tisch zu bringen, um vor der Überarbeitung die Vertragsstrategien für große Bauprojekte zu diskutieren.

Revisionsarbeit

Alexandra Klimek. Bild: Nicolas Tourrenc

„Soweit wir bisher klären konnten, scheint eine vollständige Revision der Normverträge nicht notwendig zu sein‟, erklärte Alexandra Klimek, Leiterin der Bereiche Marketing und Business Development. „Sie müssen jedoch geprüft und in einzelnen Punkten angepasst werden. Neben der Anpassung an die digitale Entwicklung könnte es erforderlich sein, sie sprachlich zu überarbeiten. NS 8405 und NS 8407 sollten harmonisiert werden, und man muss Möglichkeiten prüfen, um die Normen, vor allem NS 8407, an Bau- und/oder Sanierungsarbeiten anzupassen.‟

Normverträge seit Jahren bewährt

Rückmeldungen der Anwender von Normverträgen würden bestätigen, dass die Normverträge sehr wichtig seien. Sie würden seriöse Arbeitsbedingungen fördern, das Verhältnis zwischen Einkäufer und Lieferant regeln, Konflikte verhindern und den Einkaufsprozess vereinfachen. Darüber hinaus sollten sie vor allem kleineren Unternehmen helfen, Zeit und Geld für die Wahrnehmung ihrer Rechte gegenüber großen öffentlichen und privaten Bauherren zu sparen.

Klimek erklärte weiter: „Standard Norge möchte ausgewogene Normverträge entwickeln und verhandeln, die allen helfen. Wir bemühen uns, gemeinsam mit der Branche Vertragsnormen zu entwickeln, die zweckmäßig und wirtschaftlich sind. Daher fordern wir die Akteure der Branche auf, sich an der Revisionsarbeit zu beteiligen.‟

Quelle: Bygg.no

 

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