Bauunternehmen aus 18 Ländern wollen sich am Vergabeverfahren für den Ausbau der Stockholmer U-Bahn beteiligen. Es geht um 20 km neue Gleise und 11 neue Bahnhöfe. „Der europäische Markt ist für uns sehr interessant‟, erklärte Yu Xing vom chinesischen Unternehmen Crcc Siyuan, einem der Teilnehmer beim Lieferantentreffen der Bezirksregierung in Stockholm (Stockholms Läns Landsting).

Beim Ausbau des U-Bahnsystems in Stockholm handelt es sich um ein gigantisches Infrastrukturprojekt mit vielen attraktiven Baulosen. 20 km neue Gleise werden unterirdisch verlegt, 11 neue Bahnhöfe mit 22 neuen Aufgängen gebaut. Gesamtvolumen: 30 Mrd. SEK (rund 3 Mrd. EUR). Insgesamt werden gut 30 Verträge über Summen von 30 Mio.-1 Mrd SEK ausgeschrieben. Bereits im nächsten Jahr soll Baubeginn sein. 

300 Teilnehmer aus 18 Ländern nahmen Ende Oktober am speziell für dieses Projekt veranstalteten Lieferantentreffen teil. Auch deutsche Unternehmen waren dabei. Bei der Veranstaltung sollten Hoch- und Tiefbauunternehmen über den Ausbau der U-Bahn informiert werden. Aber auch andere Infrastrukturprojekte wie Roslagsbanan und Tvärbanan wurden vorgestellt.

„Wir möchten uns und die Region Stockholm präsentieren. Dies ist eine gute Möglichkeit, um neue Unternehmen hierherzulocken‟, so Verwaltungsleiter Mårten Frumerie.

Seit den 1980er-Jahren werde in Stockholm nicht mehr an der U-Bahn gebaut, führte Frumerie aus. „Doch es wurden immer Tunnel gebaut; und das Signalsystem der grünen Linie wurde ausgetauscht. Die Herausforderung hier wird sein, das Gesamtprojekt zu betrachten und die dafür notwendigen Anforderungen zusammenzustellen.‟

Zu Beginn des neuen Jahres sollen die Arbeitstunnel für den Barkaby-Abschnitt ausgeschrieben werden.

Fakten

  • Bereits heute weist das Stockholmer U-Bahnnetz 100 Bahnhöfe auf. Jetzt soll es um 20 km Strecke und 11 neue Bahnhöfe erweitert werden.
  • Vier Städte erhalten neue Bahnhöfe: Stockholm, Solna, Nacka und Järfälla
  • Diese Städte beteiligen sich auch finanziell an dem Ausbau, zusammen mit dem Staat und der Provinz Stockholms Län
  • 3.810.000 m³ Fels muss gesprengt und abtransportiert werden.
  • Die Gleise werden zwiischen 20 und 100 m unter der Erdoberfläche verlaufen.
  • Der Ausbau wird in sechs Projekte unterteilt:
    • Abteilung Nord: Barkaby, Arenastaden, Depot und Fahrzeuge
    • Abteilung Süd: Nacka, Södermalm, Söderort

Quelle: Byggfakta today
Bild: Stockholms Läns Landsting

 

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