Die mittelschwedische Stadt Knivsta ist in Bewegung. Die Einwohnerzahl wächst und es werden zahlreiche neue Wohnungen benötigt. Den Bedarf will die Kommune mithilfe von nachhaltigen und energieeffektiven Neubauten decken. Für das Leuchtturmprojekt TrähusETT (HolzhausEINS) sucht man nun innovative Lieferanten aus Deutschland.

Zwischen Stockholm und der Studentenmetropole Uppsala liegt die Kleinstadt Knivsta, lediglich sieben Zugminuten vom Stockholmer Flughafen Arlanda entfernt. Direkt neben dem dortigen Bahnhof entsteht derzeit der neue Stadtteil Nydal, für den das Projekt TrähusETT als Modell dienen soll.

Vorbildprojekt für Knivsta und Schweden

Das seit August 2015 in Planung befindliche Gebäude ist in Schweden einzigartig und es sind hohe Erwartungen daran geknüpft. TrähusETT ist als Passivhaus konzipiert. Es soll seine Energie komplett selbst erzeugen und sowohl in der Bauphase als auch im späteren Betrieb so wenig wie möglich davon verbrauchen. Für den Bau sollen umweltfreundliche und erneuerbare Baustoffe wie Holz und organische Isoliermaterialien verwendet werden. Gleichzeitig soll TrähusETT einen hohen Komfortstandard bieten, mit einem spektakulären Aussehen punkten und sich harmonisch in Stadt und Natur einfügen. Nicht zu vergessen, dass das Haus demontier- und damit versetzbar sein soll.

Da TrähusETT in Sachen Energie und Bauen als Vorbildprojekt geplant ist, setzt man auf erstklassige Materialien und Lösungen. Das Gebäude wird an das öffentliche Stromnetz angebunden sein, soll aber weitgehend unabhängig davon funktionieren. Dies wird unter anderem durch eine Kombination aus Solarzellen und thermischen Solarkollektoren aber auch weiteren Elementen erreicht.

TrähusETT ist als gesellschaftlicher Treffpunkt für den neuen Stadtteil konzipiert. Im Haus soll es unter anderem Büros für Angestellte der Gemeinde und andere Unternehmen, einen Ausstellungsraum, einen flexibel einsetzbaren öffentlichen Saal sowie ein Café geben.

 

Kooperation mit namhaften Partnern

Das Projekt kam durch eine Zusammenarbeit zwischen der Stadt Knivsta, der schwedischen Energiebehörde (Energimyndigheten) und der Stiftung Färgfabriken zustande. Derzeit ist die Kommune mit weiteren potenziellen Partnern im Gespräch, unter anderem mit der Königlich Technische Hochschule (KTH) in Stockholm, dem Fraunhofer-Institut und der Sustainable Innovation AB (SUST).

Seit etwa einem Jahr ist auch die Deutsch-Schwedische Handelskammer im TrähusETT-Projekt aktiv. Ziel des Engagements der Handelskammer ist es, deutschen Unternehmen bei der Etablierung in Knivsta und auf dem schwedischen Markt zu helfen. Bereits bei einer ersten Veranstaltung, als die Idee entwickelt wurde, Knivsta zu einem Zentrum für Innovationen im Bereich Energie zu verwandeln, bekundeten mehrere deutsche Unternehmen ihr Interesse.

„Deutschland liegt beim energieeffektiven Bauen international weit vorne, davon kann man viel lernen. TrähusETT könnte eine Plattform für den deutsch-schwedischen Austausch von Spitzentechnologie und Ideen werden. Hier besteht großes Entwicklungspotenzial und wir freuen uns, dass wir hieran aktiv mitwirken dürfen“, erklärt Ninni Löwgren Tischer, Abteilungsleiterin Market Entry & Business Development bei der Deutsch-Schwedischen Handelskammer.

So werden Sie Teil des Projekts

Deutsche Unternehmen, die die Chance nutzen wollen, sich und ihre Produkte in Knivsta zu präsentieren, sind herzlich eingeladen, sich als Lieferant für den Bau und/oder künftiger Mieter des Gebäudes zu bewerben. Die Vergabe der Aufträge wird im Februar 2016 beginnen. Derzeit befinden sich dazu die Projektverantwortlichen in Gesprächen mit Branchenvertretern.

Für weitere Informationen zum Projekt und zur Auftragsvergabe besuchen Sie die Homepage von TrähusETT.

Quelle: Deutsch-Schwedische Handelskammer

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