Die Auswirkungen des Corona-Virus auf die Hoch- und Tiefbaubranche waren nicht so umfangreich, wie ursprünglich erwartet. Das geht aus dem Statusbericht des Dänischen Ministeriums für Bauen und Wohnen hervor.

Viele Projekte hätten im Großen und Ganzen den Baubetrieb aufrecht erhalten können. Doch es gab auch Projekte, bei denen sich die Corona-Pandemie auf den zeitlichen Ablauf und die Kosten ausgewirkt hat.

Bei der Bahn

Laut der dänischen Bahnadministration Banedanmark wurde Baubetrieb im Sektor Bahn vor allem dadurch beeinträchtigt, dass Lieferungen und Maschinen aus dem Ausland nicht oder nur verzögert nach Dänemark kommen konnten. Bisher seien die Auswirkungen aber noch nicht kritisch.

Fälle von COVID-19 seien bisher auf den Baustellen von Banedanmark nicht aufgetreten, auch nicht bei den Mitarbeitern der Lieferanten und Auftragnehmer. Derzeit wirke sich die Pandemie finanziell nur wenig auf die Projekte aus; es sei aber nicht auszuschließen, dass sich das ändere, wenn Lieferungen ganz oder teilweise ausbleiben.

Bei neu ausgeschriebenen Projekten hat Banedanmark gemeinsam mit dem Branchenverband Dansk Byggeri eine Vertragsklausel erarbeitet, die das Risiko für Bieter im Hinblick auf COVID-19 beschränken soll.

Straßenbau

In dem Bericht des Ministeriums heißt es weiter, die dänische Straßenadministration Vejdirektoratet stelle ein positives Preisniveau und ein zufriedenstellendes Interesse seitens des Marktes fest. Die Bauunternehmen hätten der Behörde gegenüber angegeben, aufgrund der eingeschränkten Aktivitäten im Bereich der traditionellen Straßenbauarbeiten stark unter Druck zu stehen.

Die Corona-Krise hat sich direkt auf den Bau der neuen Storstrøm-Brücke ausgewirkt, was daran liegt, dass das Projekt direkt von internationalen Personalressourcen, Material und Geräten abhängig ist. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Beeinträchtigung sich auf den Rest des Jahres 2020 ausweitet. Die reduzierte Produktion im PRojekt wird Verzögerungen und Verteuerungen zur Folge haben.

Die sonstigen Bauaktivitäten von Vejdirektoratet sind weitestgehend weder wirtschaftlich noch im Hinblick auf den Fortschritt beeinträchtigt.

Hochbau

Insgesamt entwickelt sich der Markt im Hochbau mit einem zufriedenstellenden Wettbewerb, die Aktivitäten waren in etwa auf gleichem Niveau während des gesamten 1. Halbjahrs.

Einige Projekte sind jedoch von COVID-19 betroffen. So verzögert sich der Bau des Niels Bohr Gebäudes an der Uni Kopenhagen, weil Bauunternehmen und Fachkräfte die Arbeiten ausgesetzt oder sich krankgemeldet haben. Wo der allgemeine Ablauf des Baus von fehlenden Bauunternehmen und Fachkräften abhängt, besteht ein erhebliches Risiko für Verzögerungen. Die Planung neuer Hochbauprojekte sei aber nicht wesentlich beeinträchtigt.

Den gesamten Bericht des Ministeriums für Verkehr und Wohnen können Sie auf der Internetseite des Ministeriums herunterladen.

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