In Kopenhagen wurden kürzlich fünf neue sogenannte Urban Rigger aufgestellt: Wohncontainer auf dem Wasser, entworfen vom renommierten Architekturbüro RIG. Die Studentenwohnungen bestehen aus sehr robusten Materialien, die die insgesamt 60 Wohnungen vor Salzwasser, Witterung und Brandgefahren schützen.

Bereits im September 2016 wurden die ersten Prototypen der Wohncontainer zu Wasser gelassen. Jetzt ist die Zeit gekommen für die nächste Generation von Urban Riggern: Fünf neue Container in aktualisiertem Design, die am 9. Oktober im Rahmen einer VIP-Veranstaltung vorgestellt werden.

Bild:
urbanrigger.com

„UR 1.0, wie wir sie nennen, war ein Prototyp mit 12 Wohnungen. Jetzt sind wir bei UR 2.0 angekommen, entworfen auf der Grundlage der Erfahrungen, die wir in den letzten drei Jahren gemacht haben. Eine bessere Ausnutzung des Platzes, ein 220 m² großer heller Keller, mehr Gemeinschaftsflächen, bessere Kücheneinrichtungen und eine optimierte Technik. Alles in allem eine Aufwertung, die die Wohnungen noch attraktiver macht und sich noch stärker an Studierenden orientiert‟, erklärt Peter Mayntzhusen, CTO bei Urban Rigger.

Robuste Materialien für ein aggressives Milieu

Urban Rigger 2.0 besteht aus 60 Wohnungen, die noch dieses Jahr bezugsfertig sein werden. Sie beinhalten einen Mietvertrag auf der Insel Refshaleøen über 10 Jahre und können nach Bedarf leicht über das Wasser an einen neuen Standort bewegt werden. Aber gerade die Lage im salzigen Meerwasser hat große Anforderungen an die Materialien gestellt, aus denen die Wohneinheiten bestehen.

„Wir haben es mit einem aggressiven Milieu zu tun. Daher sind die Container und das Betonfundament die einzig richtige Lösung, weil sie mit dem Wasser und den schwierigen Witterungsbedingungen klarkommen. Die Container sind alle ganz neu, sie wurden eigens für diesen Zweck gebaut und haben eine Lebensdauer von 50 Jahren, der Beton sogar eine Lebensdauer von 100 Jahren‟, so Mayntzhusen.

Dänisches Design im Ausland

Die Urban-Rigger-Container werden in China produziert, der Rumpf dagegen in einer Werft in Polen. von dort werden die Teile nach Kopenhagen verschifft und zusammengebaut. Ein großer logistischer Aufwand, den Peter Mayntzhusen zu bewältigen hat. „Die Supply-Chain ist ziemlich anspruchsvoll, aber der Fokus liegt überall auf Nachhaltigkeit. Außerdem lösen die Wohnungen den Wohnungsmangel, der in mehreren Großstädten auf der ganzen Welt zu beobachten ist. Unser Ziel ist es, ins Ausland zu expandieren und Urban-Rigger-Inseln zu produzieren, die miteinander verbunden werden können.‟

Quelle: Dagens Byggeri

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