Die Kopenhagener Metro soll um eine Linie in den Stadtteil Sydhavn mit fünf Metrostationen erweitert werden. Die Bauherrin Metroselskabet hat jetzt die Vergabeentscheidung für die größeren der Baulose bekanntgegeben. Zu den Gewinnern gehört auch Hochtief Infrastructure in einem Konsortium mit Vinci Construction Grand Projets).

Das deutsch-französische Konsortium TUNN3L JV hat den Zuschlag für den Bau der fünf neuen Metrostationen erhalten. Das Joint Venture aus Rhomberg Bahntechnik GmbH und Efacec Engenharia e Sistemas S.A. ist für den Bau von Gleisen, Schienen und Technik auf der Strecke zuständig.

Die Sydhavn-Metro soll die zukünftige Metrolinie M4 verlängern. Mit den fünf neuen Bahnhöfen sollen 2035 bis zu 16 Mio. Fahrtenn pro Jahr möglich sein.

Hochtief und Vinci setzten sich bei der Vergabe u.a. gegen die dänische Per Aasleff A/S und die italienische Saline Impregilo durch. „Es war ein wirklich starkes Feld. Alle vier Angebote waren aus technischer Sicht sehr gut, es gab jedoch kleine Unterschiede beim Preis‟, erläutert Mikkel Kjær Jensen von Metroselskabet die Entscheidung.

TUNN3L JV ohne MT Højgaard

Ursprünglich war auch der dänische Konzern MT Højgaard Teil des präqualifizierten Joint Ventures, doch dieser entschied sich vor der ersten von zwei Angebotsrunden gegen eine Teilnahme. „Wir haben geprüft, ob das Ergebnis der Präqualifikation des Konsortiums anders ausgefallen wäre, wenn MT Højgaard von Anfang an nicht dabei gewesen wäre, kamen aber zu dem Schluss, dass dies nicht der Fall war. Daher durfen Hochtief und Vinci weiter am Vergabeverfahren teilnehmen‟, so Mikkel Kjær Jensen.

Starke deutsche und österreichische Beteiligung

 Die Beteiligung deutscher und österreichischer Unternehmen an der Ausschreibung war sehr hoch. Neben Hochtief gaben auch Züblin (in einem Konsortium mit Per Aarsleff A/S) und Porr Bau gemeinsam mit Implenia Construction Angebote ab.

Quelle: Licitationen

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