Erst 2021 wurde das Projektbudget für den Bau der künstlichen Insel Lynetteholm in Kopenhagen festgelegt. Jetzt hat das Staatsunternehmen By & Havn die Budgetschätzung um einen hohen dreistelligen Millionenbetrag nach oben korrigiert.

Illustration der künstlichen Insel Lynetteholm
Visualisierung der künstlichen Insel Lynetteholm. Bild: By og Havn

Im Jahr 2021, als Lynetteholm mit breiter Mehrheit im dänischen Parlament verabschiedet wurde, schätzte man das Gesamtbudget für den Bau auf 2,5 Mrd. DKK. Das aktualisierte Budget geht nun von 3,4 Milliarden DKK aus. Davon sind 455 Mio. DKK als Rückstellung für unvorhergesehene Ausgaben gedacht, um das Projekt gegen künftige wirtschaftliche Auswirkungen abzufedern. 397 Mio. DKK des aktualisierten Baubudgets entfallen allein auf Preissteigerungen, die sich bis Ende 2022 im Vergleich zum vorherigen Budget auf voraussichtlich 17,5 % belaufen werden.

„Es ist klar, dass das allgemeine Preisniveau auf dem Markt ansteigt, unter anderem aufgrund der gestiegenen Stahlpreise in der Ukraine, und das bedeutet natürlich, dass wir unser Baubudget erneut überprüfen und das Projekt besser aufstellen müssen, um seine Rentabilität zu gewährleisten‟, sagt Anne Skovbro, Geschäftsführerin von By & Havn, in einer Pressemitteilung.

Der Verwaltungsrat von By & Havn hat soeben das neue Baubudget genehmigt, das höhere Kosten für archäologische Untersuchungen, die Expropriation von Straßen und Anlagen, die Verbesserung der Wasserumwelt sowie Beratungsleistungen für eine Reihe zusätzlicher Untersuchungen einplant.

Das Projekt soll sich selbst tragen

Um die Kosten weiter zu senken, hat By & Havn einen Marktdialog mit einer Reihe von Auftragnehmern geführt, um Möglichkeiten zur Optimierung des Bauprozesses auszuloten. Auf dieser Grundlage haben die Berater von By & Havn eine Reihe von Anpassungen am Entwurf vorgenommen, die zu einer Senkung der von den Beratern geschätzten Baukosten für die Phase 2 von Lynetteholm in Höhe von insgesamt 178 Mio. DKK führen.

By & Havn geht davon aus, dass die steigenden Preise für die Deponierung von Erdmaterial zur Finanzierung des optimierten Budgets beitragen werden, sodass Lynetteholm finanziell selbsttragend bleibt, heißt es in der Pressemitteilung. „Wir sind bei By & Havn an konservative Berechnungen gewöhnt und gehen daher davon aus, dass diese Kostensteigerung über einen Zeitraum von 30-40 Jahren aufgefangen werden kann. Auch die Preise für Deponien steigen, und wir gehen davon aus, dass sich das Projekt selbst tragen wird‟, so Skovbro.

Quelle: Building Supply DK

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