Die nordischen Länder haben sich zusammengeschlossen, um neues Wissen auszutauschen und Lösungen zu finden, die der Industrie helfen, die CO2-Emissionen zu reduzieren und die Bauindustrie nachhaltiger zu gestalten. Dänemark spielt eine Schlüsselrolle bei dem Projekt.

Die grüne Transformation des Bauwesens in der nordischen Region ist im Gange. Um die nordische Führungsposition zu erhalten, verstärken die nordischen Bau- und Wohnungsbauminister ihre Zusammenarbeit, um den Aktionsplan „Nordisches nachhaltiges und wettbewerbsfähiges Bauen‟ umzusetzen. Der Aktionsplan ist Teil von Nordic Vision 2030, der Vision der nordischen Länder, bis 2030 die nachhaltigste und am stärksten integrierte Region der Welt zu werden, erklärte das dänische Amt für Wohnungswesen und Raumordnung.

Die Umsetzung des Aktionsplans erfolgt im Rahmen eines Programms mit einem Volumen von rund 56 Millionen DKK (rund 7,53 Mio. EUR), das vom Nordischen Ministerrat und von Nordic Innovation finanziert wird. Finnland, Norwegen, Schweden, Island und Dänemark beteiligen sich an dem Programm. Das Amt für Wohnungswesen und Raumordnung wird als Sekretariat für die Programmzusammenarbeit fungieren.

Das Programm besteht aus den folgenden fünf Arbeitspaketen:

  1. Nordische Ökobilanz und Daten (Finnland)
  2. Kreislaufwirtschaftliche Geschäftsmodelle und öffentliches Auftragswesen (Norwegen)
  3. Nachhaltige Baumaterialien und Architektur (Schweden)
  4. Emissionsfreie Baustellen (Island)
  5. Sekretariat für die nordische Zusammenarbeit im Bereich nachhaltiges und wettbewerbsfähiges Bauen

Eine mögliche gemeinsame Stimme in der EU

Porträt von Kaare Dybvad
Kaare Dybvad. Bild: Stehen Brogaard

Der Schwerpunkt des Programms auf CO2-Emissionen, Zusammenarbeit und Wissensaustausch fügt sich gut in die laufende Umsetzung der nationalen Strategie Dänemarks für nachhaltiges Bauen ein. Der Minister für Inneres und Wohnungsbau Kaare Dybvad Bek (S) sagte: „Ich sehe ein großes Potenzial für die Stärkung der nordischen Zusammenarbeit im Bereich des nachhaltigen Bauens und freue mich, dass Dänemark mit der Aufgabe betraut wurde, den Wissensaustausch und die Kohärenz der verschiedenen Initiativen sicherzustellen. Darüber hinaus bietet eine starke nordische Zusammenarbeit auch die Möglichkeit, in EU-Prozessen mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen und dadurch das Wachstumspotenzial für nachhaltiges Bauen in der nordischen Region und der EU sowie in der übrigen Welt zu erhöhen.‟

Das dänische Amt für Wohnungswesen und Raumplanung wird im Namen Dänemarks ein Sekretariat für das Programm einrichten und leiten, das bis 2024 laufen wird. Das Sekretariat wird zusammen mit den anderen Arbeitspaketen für die Kommunikation der Arbeitspakete, die Koordinierung zwischen den Paketen und die Unterstützung der Verbindungen zur nationalen Strategie Dänemarks für nachhaltiges Bauen und anderen relevanten Initiativen in der nordischen Region und der EU verantwortlich sein.

Quelle: Bygtek

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