Die Wiederverwendung von Baumaterial ist wichtig, um Abfallmengen und CO2-Emissionen zu reduzieren und die Bauwirtschaft nachhaltiger zu machen. Jetzt ist das Portal Rehub an den Start gegangen, ein offener Marktplatz für den Kauf und Verkauf wiederverwendbarer Baumaterialien.

„Rehub ist ein Internet-Marktplatz, der Angebot von und Nachfrage nach wiederverwendbaren Baumaterialien miteinander verbindet. Die Lösung steht der gesamten Branche zur Verfügung: Bauunternehmen, Architekten und Beratern, aber auch Privatpersonen‟, erklärte Sunniva Baarnes, Gründerin von Rehub, Umwelt-Consultant bei Rambøll.

Nutzung des Portals kostenlos

Auf rehub.no kann man kostenlos gebrauchte Baumaterialien anbieten oder suchen. Über eine Suchfunktion bekommt man Zugriff auf Materialien quer über verschiedene Marktplätze und Datenbanken hinweg. Zusätzlich soll die Lösung automatisierte Services für Logistik, technische Erprobung, CO2-Bilanzen und Risikoverteilung beinhalten.

„Der Gedanke hinter Rehub war, die Wiederverwendung von Baumaterialien in den Bauprojekten zur Selbstverständlichkeit zu machen. Dafür muss der Prozess einfach und sicher sein, für beide Parteien. Für die Besitzer muss es einfacher sein, wiederverwendbare Materialien einzustellen. Und mögliche Käufer müssen schnell und übersichtlich sehen können, welche Materialien angeboten sind. Außerdem müssen wir noch eine Reihe von Barrieren abbauen. Dabei geht es unter anderem um gute Lösungen für die Logistik, eine eindeutigere Risikoverteilung sowie Angebote für technische Tests und CO2-Bilanzen. Das will Rehub für die Benutzer lösen‟, so Baarnes.

Enormes Potenzial

Kreislaufwirtschaft und Recycling sind seit vielen Jahren Themen in der Baubranche, doch immer noch verbleiben immer noch nur rund 8,6 Prozent der Materialien und Ressourcen weltweit im Kreislauf.

Rambøll erklärte in der Pressemeldung: „Jedes Jahr werden große Summen zerstört, und das Wiederverwendungspotenzial ist riesig. Eine der größten Herausforderungen war es, den Kaufs- und Verkaufsprozess einfacher zu gestalten. Rehub funktioniert wie ein ‚Hub‘ für alle am Prozess Beteiligten. Damit leistet die Plattform einen wichtigen Beitrag dazu, dass Wiederverwendung bei Bauprojekten zur Selbstverständlichkeit wird.‟

Rehub wurde als Lösung für die gesamte Bauindustrie vorgestellt, die sowohl für kommerzielle als auch für private Akteure verfügbar ist. Sunniva Baarnes erklärt, warum: „Wir sehen, dass Kunden, MItarbeiter und Kreditinstitute großen Druck auf die Unternehmen ausüben, die wiederum Druck auf die Bauherren ausüben. Daher muss die gesamte Wertschöpfungskette Verantwortung übernehmen, um wettbewerbsfähig zu sein.‟

Rehub steht auf Englisch und Norwegisch zur Verfügung.

Quelle: Bygg.no

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