Nach zweijähriger Entwicklungszeit haben die Unternehmen Sensohive und Kruse Smith sowie die Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens (NTNU) und Dänemarks Technische Universität (DTU) ein digitales Werkzeug vorgestellt, das die Arbeit mit Beton vereinfachen soll.

Maturix ist ein System, das den Aushärtungsprozess und die Betonqualität überwacht und kontinuierlich Daten liefert. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen die Betonproduktion beschleunigen und die zeitliche Planung von Bauprojekten vereinfachen. Eine besonders nützliche Produktentwicklung für Bauunternehmen, Betonproduzenten und Bauherren, wie Kruse Smith auf ihrer Website schreiben.

Getestet beim E39-Ausbau

Foto von Maturix-Sensoren, die in frisch gegossenem Beton stecken.
Sensoren liefern kontinuierlich Daten über den Beton. Bild: Kruse Smith

Beim Straßenbauprojekt E30 Kristiansand Vest – Mandal Øst werden 19 Brücken gebaut. Die Arbeiten sind dabei sämtlichen Wetterbedingungen wie starker Sonneneinstrahlung und Minusgraden ausgesetzt. Im Auftrag von AF Gruppen braut Kruse Smith alle 19 Brücken auf der Strecke. Die aufwendigen, komplexen Brückenbauarbeiten eigneten besonders gut für die Erforschung und Entwicklung des Produktes.

In enger Zusammenarbeit haben die dänischen Unternehmen Sensohive und Kruse SMithh zusammen mit der NTNU und der DTU Maturix gründlich getestet und kontinuierlich weiterentwickelt. Jetzt sind die Tests abgeschlossen, und die sensorbasierte Überwachung von Ortbetonarbeiten im Freien soll die Digitalisierung der Branche weiter voranbringen.

„Wir haben bei diesem Straßenbauprojekt mit Maturix sehr gute Erfahrungen gemacht. Das System liefert uns kontinuierliche Informationen über den Aushärtungsprozess. Dadurch können wir unsere Arbeitsprozesse optimieren und überflüssige Aushärtungszeiten reduzieren‟, erklärte Asbjørn Stålesen, der Projektleiter des Straßenbauprojektes bei Kruse Smith.

Viel Erfahrung mit drahtlosen Sensorsystemen

Nach den Informationen von Kruse Smith habe das Unternehmen Sensohive seit der Gründung 2014 an der Entwicklung drahtloser Sensorlösungen für die Industrie gearbeitet. 2017 wurde Maturix erstmalig vorgestellt und in den vergangenen drei Jahren so verbessert, dass es jetzt auch für schwierigere Bedingungen geeignet ist, die Ortbetonarbeiten im Freien mit sich bringen.

„Ein Projekt dieser Größe und Komplexität ist eine hervorragende Möglichkeit, um Maturix für neue Märkte zu testen. Dadurch lernen wir viel über die Herausforderungen von Ortbeton. Wir können die Qualität und Haltbarkeit der Geräte und Ausrüstung testen, wenn diese Regen, Schnee, Kälte und Hitze ausgesetzt sind. Und wir können testen, ob das System den richtigen Personen die richtigen Daten zur richtigen Zeit liefert‟, so Tobias Ejersbo, CTO von Sensohive.

Im Laufe dieses Jahres will Sensohive die bisherige Hardware-Serie Gaia mit den Erfahrungen und Erkenntnissen aus diesem Projekt aktualisieren und dem Markt zur Verfügung stellen.

Quelle: Building Supply NO

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