Trafikverket (die schwedische Verkehrsverwaltung) beginnt mit Maßnahmen an der Inlandsbanan, um die schwedische Gesamtverteidigung zu stärken und die Robustheit des Eisenbahnsystems zu erhöhen. Im Jahr 2026 geht es vor allem um kleinere Instandsetzungen, Verstärkungen, Probenahmen und Vorplanungen – doch größere Investitionen stehen bereits in Aussicht.
Der Hintergrund ist, dass die Inlandsbanan sowohl für militärische Transporte als auch als Umleitungsstrecke bei Störungen im regulären Schienennetz als wichtige Verbindung gilt. Das stellt unter anderem Trafikverket in einer Schnelluntersuchung fest, die im Frühjahr durchgeführt wurde.
„Wir nehmen die Inlandsbanan insgesamt in den Blick, um zu sehen, welche Maßnahmen erforderlich sind. Es geht darum, die Transportbedarfe der Försvarsmakten (die schwedischen Streitkräfte) zu erfüllen und sie mit den übrigen Nutzungsanforderungen zu verbinden. Mehr Details kann ich nicht geben, da diese Informationen vertraulich sind“, sagt Ann-Sofie Atterbrand, Abteilungschefin für das Eisenbahnsystem bei Trafikverket.

100 Millionen Kronen als Startsignal
Im Frühjahrsnachtragshaushalt hat die Regierung 100 Millionen Kronen bereitgestellt, um das Eisenbahnnetz an die Bedürfnisse der Gesamtverteidigung anzupassen. Ein Teil dieses Geldes fließt in die Inlandsbanan. Dadurch kann Trafikverket nun erste Maßnahmen einleiten.
„Das ist der Start für etwas, an dem wir in den kommenden Jahren weiterarbeiten werden. Dass wir 2026 mit den Arbeiten beginnen können, ist sehr wichtig“, sagt Ann-Sofie Atterbrand.
Baubeginn 2026: Kleine Maßnahmen, große Linie
Wird es in diesem Jahr einen Baubeginn geben?
„Nichts von größerem Umfang, aber es kann zu kleineren Instandsetzungen und Verstärkungen der bestehenden Strecke kommen.“
Wie weit reichen 100 Millionen Kronen?
„Nicht weit – in Eisenbahnprojekten. Wir können an einigen Stellen vorbereitende Arbeiten beginnen, mit der Vorplanung starten und bestimmte Probenahmen durchführen. Die großen Investitionen kommen in den nächsten Jahren.“
Eine Berechnung der Gesamtkosten für die umfassende Aufrüstung der Inlandsbanan liegt nach Angaben von Ann-Sofie Atterbrand noch nicht vor.
Vertiefte Zusammenarbeit mit Inlandsbanan AB
Seit den 1990er-Jahren ist Inlandsbanan AB – das Unternehmen im Besitz der 19 Kommunen entlang der Strecke – für den Betrieb großer Teile der Inlandsbanan zuständig. Im Rahmen der Vorbereitungen für die Aufrüstung haben Trafikverket und Inlandsbanan AB nun eine vertiefte Zusammenarbeit begonnen.
„Wir arbeiten gemeinsam daran, wie diese Maßnahmen am besten umgesetzt werden. Wir wollen eine schnelle und effiziente Durchführung erreichen.“
Quelle: Byggindustrin