Eine finnische Untersuchung hat gezeigt, dass die verstärkte Verwendung von Holz als Baumaterial die Umweltauswirkungen der europäischen Baubranche markant reduzieren könnte.

Erst im November war eine Studie des Instituts BUILD der Universität Aalborg veröffentlicht worden, die das große Einsparpotenzial für CO2-in Dänemark bestätigte. Rund 800.000 Tonnen CO2 ließen sich bis 2030 einsparen, wenn Einfamilien- oder Reihenhäuser einen hohen Holzanteil aufweisen würden. Aktuell würden rund 20 Prozent der 55 Mio. jährlichen Tonnen in Dänemark in der Baubranche entstehen.

Auch die finnische Studie, durchgeführt von der Universität Aalto und dem finnischen Umweltinstitut, bestätigt dieses enorme Einsparpotential. Rund 80 Prozent der Wohnungsneubauprojekte in Europa müssten aus Holz gebaut und das Material für Konstruktion, Verkleidung, Oberflächen und Möbel verwendet. Dann könnten die Gebäude 55 Mio. Tonnen Kohlendioxid pro Jahr speichern, was ca. 47 Prozent des jährlichen Ausstoßes der europäischen Zementindustrie entspricht.

Fahrplan für Stärkung des Holzbaus in Europa

„Zum ersten Mal hat man das CO2-Speicherpotential des Holzbaus auf europäischer Ebene ausgewertet‟, erklärte Ali Amiri, Doktorand an der Universität Aalto. „Wir hoffen, dass unser Modell als Fahrplan dienen kann, den Holzbau in Europa zu stärken.‟

Damit die oben genannte Speicherung möglich ist, müsse bis 2040 der Anteil an Holzgebäuden auf fast 80 Prozent steigen. Bisher habe die Baubranche den Fokus vor allem auf Energieeffizienz in der Betriebsphase gelegt, doch Politiker, die Branche und auch die Verbraucher entwickelten allmählich ein Bewusstsein dafür, dass wirklich große Einsparungen möglich sind, wenn man sich mit Baumaterialien beschäftigt.

Die finnischen Wissenschaftler betonten: „Wenn die Energie in Wohnungen zunehmend aus erneuerbaren Quellen kommt, bekommt die Bauphase eine noch größere Relevanz für den Gesamtumwelteinfluss des Gebäudes.‟

Die in den Environmental Research Letters bei IOP Science veröffentlichte Studie basiert auf einer umfangreichen Literaturauswertung von unter anderem 50 Case Studys.

Quelle: Træ.dk

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