Die dänische Verwaltung für öffentliche Gebäude Bygningsstyrelsen hat die Namen der drei Unternehmen veröffentlicht, die für den Bau eines neuen Bürogebäudes in Odense präqualifiziert wurden. Züblin, A. Enggaard und Züblin ziehen in die Angebotsphase ein.

Das Gebäude soll mit 31.000 m² Fläche 1.600 Mitarbeiter:innen Platz bieten.

„Bei diesem Projekt gab es ein großes Interesse seitens der Branche. Und die Akteure, die jetzt zur Angebotsabgabe aufgefordert wurden, bilden ein wirklich starkes Feld‟, erklärte Vizedirektorin Signe Primdal Lyndrup von Bygningsstyrelsen.

Mit dem neuen Bürogebäude sollen neue, nachhaltige und moderne Büros für eine Reihe von staatlichen Institutionen geschaffen werden, die in Odense sitzen. Insgesamt soll das Gebäude Platz für 1.600 Staatsbedienstete aus 10 Institutionen bieten. Der Standort wird „Büroknotenpunkt‟ genannt, weil die Institutionen Einrichtungen wie die Kantine, den Empfang und Besprechungsräume gemeinsam nutzen können sollen.

Für die Bauherrenberatung bei diesem Büroprojekt wurde Sweco beauftragt, gemeinsam mit Nord Architects als Unterberater.

Die Kosten für das Gebäude liegen bei ca. 800 Mio. DKK (ca. 107 Mio. EUR). Der Abriss des bestehenden Gebäudes ist Bestandteil des Auftrags.

Tragkonstruktionen aus Holz

Tragkonstruktion aus Holz im Karolinska Instituttet in Stockholm
So wie hier im Karolinska Instituttet in Stockholm soll bei dem Bürogebäude die Tragkonstruktion aus Holz auch innen zu sehen sein.

Nachhaltigkeit war eine der wichtigsten Anforderungen an das Projekt, als die Pläne für den Büroknotenpunkt im Januar vorgestellt wurden. Damals hieß es lediglicht, man wolle „die Klimabelastung mit dem Bau minimieren“. Inzwischen sind die Nachhaltigkeitsziele stärker differenziert: Es gilt als Anforderung, dass die tragenden Konstruktionen aus Holz bestehen sollen. In den Vergabeunterlagen heißt es außerdem, dass „diese in größtmöglichem Umfang im Inneren des Gebäudes sichtbar sein sollen‟.

Der Minister für Wohnen Kaare Dybvad sagte: „Ich freue mich darüber, dass der Markt die Herausforderung angenommen hat. Denn es ist eine Herausforderung, ein so großes Gebäude mit Tragkonstruktionen aus Holz zu bauen. Doch die Ziele der Regierung, dass die Baubranche nachhaltiger werden muss, lassen sich nur erreichen, wenn die Privatwirtschaft mitspielt.‟

Die gemieteten Flächen, in denen die Staatsbediensteten derzeit arbeiten, liegen bei der Energieeffizienz in den Klassen E und B, während der neue Büroknotenpunkt der Energiekennzeichnung „A2020‟ entsprechen soll. Laut Bygningsstyrelsen soll dadurch der Energieverbrauch um 74 Prozent reduziert werden.

Im nächsten Schritt müssen die drei präqualifizierten Unternehmen jetzt erste Angebote abgeben, die dann die Grundlage für Verhandlungen darstellen. Voraussichtlich im Frühjahr 2021 wird der Zuschlag erteilt.

Quelle: Building Supply

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