Die Coronakrise wird für die Baubranche in Schweden immer stärker spürbar. Einer Umfrage des Branchenverbands Byggföretagen zufolge haben es sieben von zehn Mitgliedsunternehmen mit verschobenen Baustarts zu tun. Mehr als die Hälfte gibt an, weniger Aufträge zu erhalten als noch vor sechs Monaten.

Die Bauwirtschaft ist eine der Branchen, die sich in der Krise besser als viele andere Bereiche geschlagen hat. Doch auch wenn es keine tiefen Einbrüche gab, hat die Pandemie die Aktivitäten der Bauunternehmen doch beeinträchtigt.

Porträt der Vorsitzenden des Verbands Byggföretagen Catherina Elmsäter-Svärd
Catherina Elmsäter-Svärd. Bild: Byggföretagen

Dabei hat die Branche am meisten mit verschobenen Baustarts zu kämpfen. 70 Prozent der Unternehmen sind davon betroffen, so der Bericht des Verbands.

„Die Coronakrise, die andere Branchen hart getroffen hat, bekommt jetzt auch die Hoch- und Tiefbaubranche zu spüren, denn die Investitionsfähigkeit sinkt‟, erklärt Catharina Elmsäter-Svärd, Vorsitzende des Verbands.

Auftragsrückgänge und Personalmangel

Im Kielwasser der Pandemie sind auch Auftragsrückgänge zu verzeichnen. Das haben mehr als 60 Prozent der Mitgliedsunternehmen zu spüren bekommen. Darüber hinaus kam es zu Beeinträchtigungen durch Krankenstände beim Personal bzw. Abwesenheiten, um kranke Kinder zu pflegen. 55 % der Mitgliedsunternehmen sind daher davon betroffen, bei gleichen Lohnkosten weniger Ressourcen zur Verfügung zu haben. Rund 20 Prozent gaben die Rekrutierung von neuen Mitarbeitern als Problem an.

Der Verband Byggföretagen hat die Untersuchung im August 2020 durchgeführt. 629 Mitgliedsunternehmen nahmen an der Befragung teil.

Quelle: Byggvärlden

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