Mitte Juni will die norwegische Straßenverwaltung Statens Vegvesen zwei weitere Vergabeverfahren für den Ausbau der E6 zwischen Fjerdingen und Grøndalselv ausschreiben.

Der Zustand der heutigen E6 erfüllt nicht die in Europa geltenden Anforderungen an die Straßenbreite, außerdem müssen mehrere Kurven ausgebessert werden. Insgesamt ist die Strecke 12 km lang. Die neue Straße soll 9 m breit und für eine Höchstgeschwindigkeit für 80-90 km/h ausgelegt sein.

„Die E6 ist die Hauptader zwischen Süd- und Nordnorwegen, und der Abschnitt zwischen Fjerdingen und Grøndalselv ist derzeit an einigen Stellen so schmal, dass keine zwei Fahrzeuge gleichzeitig passieren können. Außerdem haben wir dort einen Unfallschwerpunkt, und die Straße ist insgesamt in einem schlechten Zustand. Auf einer Strecke, auf der jedes vierte Fahrzeug ein Schwertransport ist, müssen wir das ändern, um die Sicherheit und die Befahrbarkeit zu verbessern‟, erklärt Harald Johnsen, Projektleiter bei Statens Vegvesen.

Aufnahme eines kurvigen Abschnitts der Europastraße 6
Die E6 auf dem Abschnitt Fjerdingen – Grøndalselv soll ausgebaut werden, um dem europäischen Standard zu entsprechen. Bild: Statens Vegvesen.

Frühe Einbindung der Bauunternehmen

Das größere der beiden Baulose deckt ca. 11 km der Strecke ab und wird als Totalunternehmerauftrag in einem beschränkten Verfahren mit Teilnahmewettbewerb und wettbewerblichem Dialog ausgeschrieben. Die Bieter sollen sich möglichst früh in das Projekt einbringen, um Verbesserungsvorschläge machen zu können. Deshalb wird die Angebotsphase nach der Präqualifikation im Juni voraussichtlich 6-7 Monate dauern.

„Es gibt bereits einen Bebauungsplan, in dem die neue Straße größtenteils in der Trasse der heutigen E6 verläuft. Doch um so gut und kosteneffizient wie möglich bauen zu können, sollen die Bieter involviert werden, auch wenn das ggf. eine Anpassung der Trasse zur Folge hat‟, so Johnsen.

Brückenbau in separatem Baulos

Das zweite Baulos umfasst ca. 1 km der Strecke und beinhaltet den Bau einer neuen Brücke über den Fjerdingelva und eine Überfahrt über den Fluss Litlåa sowie den Ausbau angrenzender Straßen und zweier Ausfahrten aus Waldwegen. Die Bauzeit wird mit ca. 1 Jahr veranschlagt. Die Bauarbeiten für die Brücke sollen so schnell wie möglich anfangen, weil hier die Unfallgefahr heute besonders hoch ist.

Sobald die beiden Baulose ausgeschrieben sind, halten wir Sie hier bei den Skand.Baunews auf dem Laufenden.

Quelle: Anlegg og transport

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