Um die norwegische Baubranche zu stärken und durch die Corona-Krise zu bringen, wollen öffentliche Bauherren ihre Aktivitäten erhöhen. Statens vegvesen und Statsbygg erklärten, bereits geplante Projekte so schnell wie möglich in den Markt zu bringen.

Die norwegische Straßenadministration Statens vegvesen beschleunigt die Veröffentlichung neuer Projekte und will dieses Tempo nach Möglichkeit über die gesamte Dauer der Corona-Pandemie aufrecht erhalten. „Wir haben die ganze letzte Woche daran gearbeitet. Wir haben Projekte und Maßnahmen für Vergabeverfahren vorbereitet, die jetzt so schnell wie möglich auf den Markt sollen. Zusätzlich setzen wir darauf, zukünftig noch mehr wichtige Instandhaltungsmaßnahmen anzugehen. Der Fokus liegt dabei auf wichtigen Maßnahmen, von denen die Verkehrsteilnehmer profitieren‟, erklärte die Leiterin der Abteilung Straßen Ingrid Dahl Hovland in einer Pressemeldung.

Ingrid Dahl Hovland. Bild: Henrik Jonassen / Samferdselsdepartementet

Statens vegvesen wolle damit seiner Verantwortung als größter Bauherr des Landes nachkommen, das Möglichste zu tun, um die Branche am Leben zu halten.

Ausbau sowie Instandhaltung

Hovland sagte: „Wir haben jetzt klare Übersichten sowohl zu Asphalt- und Ausbau- als auch zu Betriebs- und Instandhaltungsmaßnahmen, die den Markt zukünftig aktivieren können, sobald sie ausgeschrieben werden. Bei einigen kann es ganz schnell gehen. Und das gilt sowohl für große als auch für kleinere Projekte.‟

Im Bereich Hoch- und Tiefbau seien in Norwegen rund 300.000 Menschen beschäftigt. Und der Bedarf, das Straßennetz in Ordnung zu bringen, sei sehr hoch. Daher müsse man jetzt den Bedarf sichtbar machen und die Aufträge so schnell wie möglich ausschreiben.

Statsbygg will keine Projekte stoppen

Auch die Behörde zur Verwaltung staatlicher Gebäude will die Aktivitäten nicht einschränken. Stattdessen sollen neue Projekte geplant und ausgeschrieben werden, um den Sektor zu unterstützen.

Harald V. Nikolaisen. Bild: Statsbygg

„Die wirtschaftlichen Konsequenzen werden enorm sein, wenn wir es nicht schaffen, jetzt die Produktion und Aktivität oben zu halten. Statsbygg wird das Möglichste tun, um neue Projekte und Verträge in den Markt zu bringen‟, erklärte Harald V. Nikolaisen. Gegebenenfalls müsse man auch einige kleinere, länger aufgeschobene Projekte hervorholen, um Aufträge für kleinere Unternehmen der Branche bereitzustellen. Er forderte auch andere öffentliche Bauherrn dazu auf, dies zu tun.

Der Leiter der Behörde betonte dabei, selbstverständlich werde man alles tun, um die Sicherheit und Gesundheit der Angestellten zu schützen.

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