Nach dem starken Rückgang des Wohnungsbaus in 2018 hat sich der Sektor in 2019 wieder stabilisiert. Nach Prognose der schwedischen Behörde für Wohnungsbau Boverket wurden 2019 rund 51.000 Wohnungen gebaut. 2020 werden es voraussichtlich 50.000 sein.

Der Wohnungsbau in Schweden ist also immer noch auf einem hohen Niveau, liegt jedoch nach wie vor erheblich unter den 64.000 Wohnungen, die eigentlich jedes Jahr gebaut werden müssten.

Preis für Wohnraum gestiegen

Hans-Åke Palmgren von Boverket. Bild: Franz Feldmanis

Nachdem der Preis für Wohnraum 2017 stark gefallen war, war in den Jahren 2018 und 2019 wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Der Verkauf neuer Dauerwohnrechte hat 2019 zugenommen. Für 2020 wird aber mit einem Rückgang gerechnet. „Möglicherweise wird der Bau von Wohnraum für Dauerwohnrechte in 2020 seinen Tiefpunkt erfahren, um dann wieder leicht anzusteigen“, prognostiziert Hans-Åke Palmgren, Analytiker bei Boverket.

Göteborg legt am stärksten zu

Im Großraum Stockholm ging der Bau von neuem Wohnraum nur um 4 Prozent zurück, gegenüber 33 Prozent im Jahr 2019. Für 2020 geht Boverket von rund 13.500 neu gebauten Wohnungen aus, was weit unter dem Bedarf liegt. Im Großraum Göteborg wird mit 8.000 neuen Wohnungen in 2019 und erwarteten ebenso vielen in 2020 verhältnismäßig viel gebaut. Im Großraum Malmö hat sich die nach mehreren Jahren des Baubooms die Anzahl der begonnen Bauprojekte erstmals reduziert. Auch für 2020 geht man von einem Rückgang aus.

Insgesamt wird das meiste Wachstum im Wohnungsbau in den größeren Kommunen außerhalb der Metropolregionen erwartet. In kleineren und mittleren Kommunen wird vor allem der Bau von Wohnungen mit Dauerwohnrecht weiter zurückgehen.

Quelle: Boverket

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