Weil die Jury sich nicht entscheiden konnte, wurden gleich zwei Entwürfe für den Neubau des Umweltministeriums in Berlin als Sieger ausgewählt. Das dänische Architekturbüro C.F. Møller ist einer davon.

So sieht der Entwurf von C.F. Møller Architects aus.
Bild: C. F. Møller Architects, Aarhus und C. F. Møller Landscape, Aarhus

In Berlin Mitte soll das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) ein neues Gebäude bekommen. Dafür hatte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) einen Planungswettbewerb veranstaltet.

Der Wettbewerb für das südlich des Leipziger Platzes gelegene Grundstück umfasste sowohl die Gebäudeplanung als auch die Gestaltung der Außenanlagen. Ziel war es, einen Entwurf zu finden, der nicht nur hohe städtebauliche und gestalterische Ansprüche an moderne Verwaltungsflächen, sondern auch höchste energetische Ansprüche erfüllt. Das Gebäude soll möglichst nah an ein Plusenergiehaus heranreichen. Ein besonderer Fokus wird auf Aspekte der Nachhaltigkeit gelegt: Der Neubau soll die Anforderungen an den Gold-Standard des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB) erfüllen. Darüber hinaus ist das Gebäude nach dem sogenannten Lowtech-Prinzip zu planen: Wartungsarmen baulichen Lösungen ist gegenüber technischen Lösungen der Vorzug zu geben.

Zwei Sieger

Jetzt hat das BBR gleich zwei Entwürfe mit dem 1. Platz prämiert. Einer stammt von JSWD Architekten aus Köln, der andere von C.F. Møller Architects aus dem dänischen Aarhus. Insgesamt waren 76 Entwürfe eingegangen.

„Die unterschiedlichen Konzepte und die hohe Qualität der eingereichten Entwürfe haben dem Preisgericht die Entscheidung nicht leicht gemacht“, betont die Juryvorsitzende Professor Anett-Maud Joppien. „Die Entwürfe von JSWD Architekten und C. F. Møller Architects wurden nach intensiver Diskussion mit jeweils einem ersten Preis ausgezeichnet. Der Beitrag von JSWD Architekten überzeugte durch seine städtebaulich intelligente Setzung sowie tiefe Durcharbeitung der Nachhaltigkeitsaspekte. Der Entwurf von C. F. Møller Architects beeindruckte durch ein starkes Bild für das Ministerium und die Potentiale für interessante Raumkonfigurationen für zukünftiges Arbeiten durch eine lockere Gliederung der Baumassen mit Außenbezügen.“

Der Entwurf von JSWD Architekten.
Bild: JSWD Architekten, Köln mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn

Entscheidung im Verhandlungsverfahren

Damit auch die hohen Ansprüche an die Nachhaltigkeit in angemessener Form vertieft werden können, hat das Preisgericht dem Auslober empfohlen, beide Preisträger mit der Überarbeitung ihrer Entwürfe zu beauftragen. Die Ergebnisse werden im Rahmen des folgenden Verhandlungsverfahrens abschließend beurteilt mit dem Ziel, einen der beiden Preisträger mit dem Erweiterungsbau zu beauftragen.

Die Ausstellung aller Wettbewerbsarbeiten wird im Januar 2020 im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin, eröffnet.

Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung / Licitationen

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