Das norwegische Staatsunternehmen Forsvarsbygg hat den Vertrag mit dem dänischen Bauunternehmen Byggmester Strand AS über die Lieferung von Lärmschutzmaßnahmen auf dem Militärflughafen Ørland aufgehoben. Zusätzlich werden Strafen in Millionenhöhe erhoben. Das Bauunternehmen bestreitet die Vorwürfe.

Grund für die Auseinandersetzung seien Verstöße gegen die Vorgaben hinsichtlich der Lohn- und Arbeitsbedingungen, die Forsvarsbygg festgelegt hat. Carl Oscar Pedersen von Forsvarsbygg kommentierte: „Als öffentlicher Bauherr tragen wir eine Verantwortung für eine Arbeitswelt, in der eine Nulltoleranz bei Verstößen gegen Lohn- und Arbeitsbedingungen gilt.‟ Die Verstöße, die bei Byggmester Strand AS gefunden wurden, seien besonders schwerwiegend.

Anfang 2018 war der letzte Vertrag zwischen Forsvarsbygg und Byggmester Strand AS geschlossen worden. Foto: Forsvarsbygg

Vorwürfe konstruiert

Byggmester Strand ließ über einen Juristen mitteilen, dass das Unternehmen die Sanktionen seitens Forsvarsbygg nicht akzeptieren werde. Die Aufhebung des Vertrags sei nicht berechtigt und wirke konstruiert, da die Vertragsarbeiten bereits vor einer guten Woche an Forsvarsbygg übergeben worden seien. „Gemeinsam mit der Geschäftsführung von Byggmester Strand AS werden wir Dokumentation vorlegen, die zeigt, dass kein Verstoß vorgelegen hat‟, so der Anwalt.

In einer späteren Pressemeldung ließ das Unternehmen verlautbaren: „ Byggmester Strand AS hat über zwei Jahre lang mit insgesamt 4 Verträgen für Forsvarsbygg gearbeitet. In dieser Zeit wurden Lohn- und Arbeitsbedingungen regelmäßig dokumentiert, ohne dass Forsvarsbygg irgendwelche Abweichungen, Fehler oder Mängel nachgewiesen hätte. Jetzt, da alle Verträge ohne Mängel geliefert sind, konstruiert Forsvarsbygg einen Vertragsbruch, indem nachträglich festgelegt wird, alle Arbeiter müssen unter der Adresse des Unternehmenssitzes in Sandefjord gemeldet sein. Dies gelte auch für Arbeiter, die auf Ørland geboren, aufgewachsen und wohnhaft seien. Auf dieser Grundlage begründet Forsvarsbygg die Behauptung, Byggmester Strand und alle Nachunternehmer würden ihren Arbeitern falsche Spesensätze zahlen und dies stelle einen Verstoß gegen die Lohn- und Arbeitsbedingungen dar.‟

Die Vorwürfe, die Forsvarsbygg in seiner Pressemeldung erhoben habe, hätten ausschließlich den Zweck, dem Unternehmen schwer zu schaden.

Quelle: Building Supply NO

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