Am 11. April fand in Stockholm das internationale Lieferantentreffen der schwedischen Verkehrsadministration Trafikverket statt. Rund 700 internationale Teilnehmer ließen sich über laufende und zukünftige Projekte der Verkehrsinfrastruktur in ganz Schweden informieren.

Die Direktorin von Trafikverket Lena Erixson erläuterte zum Auftakt der Veranstaltung die Ziele des National Transport Plans für die nächsten Jahre. Sie betonte den Fokus auf den Ausbau der Bahn, vor allem in den Metropolregionen, um Kapazitäten zu erhöhen und Transportkosten und -zeiten zu reduzieren. Insbesondere sollen die Anbindungen für Pendler in die Großstädte verbessert werden. Auch die Anbindung zwischen den Metropolen Göteborg, Stockholm und Malmö sollen ausgebaut werden.

62 Mrd. Euro Investitionen in Bau und Unterhaltung von Straßen und Bahn

Mehr als 62 Mrd. Euro sieht der NTP bis 2029 vor. Wie folgende Grafik aus der Präsentation von Lena Erixon zeigt, wird vor allem bei Investitionen in den Neu- und Ausbau von Bahnstrecken und Straßen für die nächsten Jahre ein Höhepunkt erwartet, während die Investitionen in die Unterhaltung beider Infrastrukturbereiche weitestgehend konstant bleiben wird.

Quelle: Lena Erixon / Trafikverket

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass bei großen Bauprojekten der Wettbewerb im Vergabeverfahren schon ganz gut funktioniere, während bei spezielleren Themen wie ERMTS es an produktiven Wettbewerb mangelt.

Projektpräsentationen aus ganz Skandinavien

Der Einladung nach Stockholm waren auch Vertreter der Bahn- und Straßenverwaltungen aus Norwegen, Dänemark und Finnland. Henning Scheel von Bane NOR betonte, dass Engagement aus dem Ausland durchaus erwünscht sei. Allerdings käme es recht häufig vor, dass ausländische Mitbewerber im Vergabeverfahren abgewiesen werden müssen. Er wies daher darauf hin, wie wichtig es sei, Kompetenzen im Hinblick auf die geologischen Herausforderungen bei Tiefbauprojekten in Norwegen mitzubringen, sich an die Vorgaben und Verfahren der Präqualifikationsphasen zu halten und sich mit lokaler Kompetenz und Form von Partnerschaften auszustatten. Auch in Dänemark seien diese Faktoren sehr relevant, bestätigte Cathrine Caroe von Banedanmark.

Nach den allgemeinen Vorträgen am Vormittag hatte ein Teil der Teilnehmer am Nachmittag die Möglichkeit, bei B2B-Meetings mit den Projektbeteiligten direkt zu sprechen und sich vorzustellen. Die restlichen Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zum Netzwerken oder informierten sich über die Bedingungen der Zusammenarbeit in Workshops zu Themen wie BIM, Arbeitssicherheit und Kooperationsmodellen.

Informationen zu den vorgestellten Projekten erhalten Sie später in dieser Woche in Teil 2 des Berichts zum Lieferantentreffen.

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