Die neuste Konjunkturanalyse des dänischen Branchenverbands Dansk Byggeri zeigt, dass die Hochkonjunktur im Bausektor ihren Höhepunkt erreicht hat und sowohl die Aktivitäten als auch die Beschäftigung in der Hoch- und Tiefbaubranche in den nächsten Jahren zurückgehen werden.

Vor allem in der Tiefbaubranche sei mit weniger Aufträgen und einem Rückgang der Beschäftigung. Derzeit werden weit mehr Straßenbau- und Bahnprojekte abgeschlossen als neu begonnen. Am schlimmsten sieht es bei Investitionen in große Verkehrsinfrastrukturprojekte wie Autobahnen und U-Bahnlinien aus. Hier wird für 2020 mit einem Rückgang von fast 20 % gerechnet im Vergleich zu diesem Jahr.

Start von großen Infrastrukturprojekten vorziehen

Die neuste Konjunkturanalyse des dänischen Branchenverbands Dansk Byggeri zeigt, dass die Hochkonjunktur ihren Höhepunkt erreicht hat und sowohl die Aktivitäten als auch die Beschäftigung in der Hoch- und Tiefbaubranche in den nächsten Jahren zurückgehen wird.

Lars Storr-Hansen. Bild: Dansk Byggeri

„Ein so starker Rückgang bei den Investitionen ist sehr bedauerlich und wird die Branche hart treffen. Eine Stop-and-Go-Politik im Bereich Tiefbau ist Gift für eine Infrastruktur, die der Gesellschaft dienen soll, für die Tiefbaubranche und für alle Bürger und Unternehmen, die jeden Tag Zeit im Verkehr verlieren‟, kommentierte der Geschäftsführer von Dansk Byggeri Lars Stoff-Hansen. Er forderte die dänische Regierung auf:

„Wir haben natürlich die ambitionierten Infrastrukturinitiativen zur Kenntnis genommen. Doch es werden mehrere Jahre vergehen, bis die einzelnen Projekte realisiert werden. Darauf können wir nicht warten. Ich fordere die neue Regierung – egal welche Farbe sie haben wird – daher auf, einige der großen Straßen- und Bahnprojekte vorzuziehen, damit sie so schnell wie möglich begonnen werden, am besten noch im nächsten Jahr.‟

Auch Rückgang im Wohnungsbau

Auch der Wohnungsbau wird in den nächsten Jahren einen Rückgang verzeichnen. Der Bau von neuen Häusern, Wohnungen und Reihenhäusern erreichte im letzten Jahr seinen Höhepunkt, und die Aktivitäten im Neubau konnten nur dadurch hoch gehalten werden, dass perspektivisch ein Anstieg im sozialen Wohnungsbau erwartet wird.

Aufgrund dieser Entwicklung hat Dansk Byggeri seine Schätzungen in puncto Beschäftigung und Neubau in seiner neuen Konjunkturanalyse nach unten korrigiert. In der letzten Prognose war man noch 35.000 Wohnungen ausgegangen, mit deren Bau 2020 begonnen werden soll. Diese Zahl wurde jetzt auf 28.500 korrigiert – eine Reduzierung um 19 %.

Unklare Steuersituation bremst privaten Wohnungsbau

Laut Dansk Byggeri wird voraussichtlich vor allem der Bau neuer Wohnungen für private Auftraggeber zurückgehen. Dies liegt u.a. an den Verzögerung bei der Festlegung eines neuen Besteuerungsmodells, das 2020 in Kraft treten soll. So wissen derzeitige und neue Wohnungseigentümer nicht, wie viele Steuern sie zukünftig bezahlen müssen.

„Die Steuerverwaltung muss zusehen, dass das neue Bewertungsmodell bald steht, denn sonst besteht das Risiko, dass der Wohnungsmarkt ins Stocken gerät. Wenn die Wohnungseigentümer nicht bis Ende des Jahres ihre neuen Bewertungen haben, werden wir die Politik auffordern, das Inkrafttreten des neuen Systems um ein weiteres Jahr zu verschieben‟, so Lars Storr-Hansen.

Die Konjunkturanalyse finden Sie zum Download (auf Dänisch) unter diesem Link.

Quelle: Dansk Byggeri

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