Zusammen mit dem Energieerzeuger Trønderenergie bauen die Stadtwerke München (SWM) in der mittelnorwegischen Region Trøndelag vier neue Windparks.  Insgesamt sollen die Anlagen eine jährliche Produktion von mehr als 1 TWh schaffen.

„Norwegen hat offensive Klimaziele. Mit einer neuen erneuerbaren Energieproduktion in Mittelnorwegen wird die Region die grüne Wende anführen‟, so der Konzernchef von TrønderEnergi Ståle Gjersvold. Insgesamt sollen rund 3 Mrd. NOK (etwa 310 Mio. EUR) in die Windparks investiert werden. „Neben der Produktion erneuerbarer Energie sorgt das Projekt außerdem für Arbeitsplätze und Aktivitäten in zahlreichen Städten in Trøndelag.‟

TrønderEnergi hatte in einem längeren Verfahren einen Kooperationspartner gesucht und sich schließlich für die Stadtwerke München entschieden, die dazu beitragen, diese Investitionen zu realisieren. Im gemeinsam gegründeten Unternehmen wird der Eigentumsanteil von TrønderEnergi 30 % betragen, der der SVM 70 %. Durch die Kredite dieser Gesellschaft und den Verkauf der Mehrheitsanteile von bestehenden Windparks an SWM muss TrønderEnergi daher kein weiteres Kapital aufbringen, um diesen Ausbau zu finanzieren.

„Es gab viele Interessenten, die zusammen mit uns investieren wollten, aber die Stadtwerke München erschienen uns als der attraktivste Partner. Dies liegt natürlich zum einen daran, dass sie den höchsten Preis geboten haben. Aber auch daran, dass sie uns industriell sehr nah sind und die gleichen hohen Energie- und Klimaziele haben. Wir müssen dringend Vorkehrungen treffen für eine Gesellschaft mit geringen Emissionen, und die Mischung aus norwegischem und deutschem Kapital, unserer gemeinsamen Kompetenz und dem Wunsch, eine grüne Wende voranzutreiben, passt ideal‟, sagte Gjersvold.

Die Ziele von SWM sehen vor, bis 2025 zur Produktion von erneuerbarer Energie beizutragen, die dem jährlichen Stromverbrauch der Stadt München entspricht. Christian Vogt, Leiter des SWM Beteiligungsmanagements, erklärte: „Windenergie hat in der Strategie der SWM seit vielen Jahren eine zentrale Rolle gespielt. Zusammen mit unserem starken Wind-Partner TrønderEnergi können wir das Potenzial von Windkraft nun besser nutzen, vor allem in Nordeuropa. So erhöhen wir die Menge an grünem Strom in Europa und stärken den Klimaschutz in ganz Europa. Außerdem vertiefen wir unser Wissen im Bereich der erneuerbaren Energien und können Weiterentwicklungen vorantreiben. Nicht nur unsere beiden Unternehmen profitieren von dieser Kooperation, sondern auch das Klima und damit wir alle.‟

Fakten zu den neuen Windparks

  • Frøya: Jahresproduktion 200 GWh; geplanter Baubeginn: 2. Quartal 2019; geplante Fertigstellung: 4. Quartal 2020; Turbinen: 14 Vestas V136
  • Hundhammerfjellet: Jahresproduktion 210 GWh; geplanter Baubeginn: 2. Quartal 2019; geplante Fertigstellung: 4. Quartal 2020; Turbinen: 14 Vestas V136
  • Stokkfjellet: Jahresproduktion 310 GWh; geplanter Baubeginn: 2. Quartal 2019; geplante Fertigstellung: 4. Quartal 2021; Turbinen: 21 Vestas V136
  • Sørmarkfjellet: Jahresproduktion 440 GWh; geplanter Baubeginn: 2. Quartal 2019; geplante Fertigstellung: 4. Quartal 2021; Turbinen: 31 Vestas V136

Quelle: Building Supply NO / TrønderEnergi; Bild: TrønderEnergie

 

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