Feste Fehmarnbeltquerung: Neuer Handlungsplan stärkt dänisch-deutsche Zusammenarbeit

Regionsratsvorsitzender Knudsen und MInisterpräsident Günther unterzeichnen den Handlungsplan. Bild: Fehmarnbelt Development

Die Feste Fehmarnbeltquerung bedeutet für die Regionen Seeland und Schleswig-Holstein große wirtschaftliche Möglichkeiten. Ein Handlungsplan soll jetzt die dänisch-deutsche Zusammenarbeit stärken, um diese Möglichkeiten in möglichst großem Umfang zu nutzen. 

Regionsratsvorsitzender Heino Knudsen und der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther unterzeichneten in der letzten Woche einen neuen Handlungsplan, der die Zusammenarbeit zwischen Seeland und dem norddeutschen Bundesland stärken soll.

Regionaler Austausch

Die Kooperation soll sicherstellen, dass nicht nur die großen Städte wie Hamburg und Kopenhagen von der Festen Fehmarnbeltquerung profitieren, so Heino Knudsen: „Die Feste Fehmarnbeltquerung ist ein Gamechanger für die Entwicklung in der Region Seeland und Schleswig-Holstein. Der Bau selbst schafft viele Möglichkeiten für lokale Unternehmen. Das müssen wir natürlich ausnutzen. Aber die Querung kann auch langfristig für Wachstum und Entwicklung sorgen, wenn wir uns regional und lokal aktiv dafür einsetzen. Mit dem Handlungsplan haben wir jetzt etwas Konkretes, das zu Wachstum und Entwicklung in der Region Seeland beiträgt.‟

Viel Arbeit auf deutscher Seite

Seit 2013 ist die Zusammenarbeit der beiden Regionen vertraglich geregelt. Dieser Vertrag soll nun mit dem Handlungsplan für 2019 und 2020 erneuert werden. Jetzt sei es wichtig, dass das Projekt auch auf deutscher Seite genehmigt wird, damit mit dem Bau des Absenktunnels begonnen werden kann: „Schleswig-Holstein setzt sich dafür ein, das die Planfeststellung für das Fehmarn-Projekt so bald wie möglich vorliegt. Ministerpräsident Günther versicherte mir, dies sei bald der Fall‟, so Knudsen.

Fakten zum Handlungsplan

  • Grenzpendlerbüro ab 2020: Beratung zu Regelungen und Arbeitsmöglichkeiten für Grenzpendler
  • EU-Unterstützung: Die Regionen Seeland und Schleswig-Holstein wollen zusammen mit der Region Süddänemark eine enge Koordination und Zusammenarbeit bis zum kommenden Interreg 6-Programm sicherstellen. Es sollen konkrete 2019 und 2020 Interreg-Projekte entwickelt und durchgeführt werden, die die Entwicklung in der gesamten Fehmarnbeltregion vorantreiben.
  • Fehmarnbelt Days 2020: Lokale Akteure von beiden Seiten der Grenze sollen in die Veranstaltung involviert werden, die im Kreis Ostholstein stattfinden wird.
  • Fehmarnbelt-Partnerschaft: Soll 2020 eingerichtet werden. Parteien von beiden Seiten der Grenze arbeiten zusammen, um eine gemeinsame Richtung sicherzustellen und Investitionen zu koordinieren, die Entwicklungspotenziale der Fehmarnbeltquerung freisetzen können.
  • Neuer Vertrag: Verabschiedung eines neuen Kooperationsvertrags zwischen der Region Seeland und Schleswig-Holstein im Rahmen der Ausarbeitung des Handlungsplans 2021-2022.

 

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