Nach gut 20 Jahren ist Schluss für die Verkehrsbehörde, die 1996 anlässlich der Reorganisation von Norges Statsbaner (NSB) eingerichtet wurde.

Der Etat Jernbaneverket wurde zum 1. Januar 2017 eingestellt, und das staatliche Unternehmen Bane Nor SF ist ab sofort zuständig für die norwegische Bahninfrastruktur. Planung, Ausbau, Verwaltung, Betrieb und Instandhaltung erfolgen künftig über Bane Nor, ebenso wie die Steuerung des Verkehrs sowie die Verwaltung und Entwicklung von Bahnimmobilien. Das Unternehmen verfügt über ca. 4.500 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Oslo.

Bahnreform 2015

Im Mai 2015 hatte sich das norwegische Parlament zu einer Eisenbahnreform entschlossen mit mehr Kundenorientierung und Effizienz als Zielen für diesen Sektor. Die Aufgaben sollten sinnvoller verteilt und die einzelnen Organsationseinheiten mit eindeutigen Zielen versehen werden. Der Bahnsektor sollte so wirtschaftlicher agieren können.

In den ersten drei Monaten in 2017 will Bane Nor rollendes Zugmaterial, die Zugwartung und die Fahrkartenfunktionen in separate staatliche Gesellschaften überführen, die diese Dienste allen Eisenbahngesellschaften zur Verfügung stellen werden. Dadurch wird NSB zu einem reinen Zugunternehmen, das mit den anderen Zugunternehmen um die Verkehrspakete konkurriert. Ein Verkehrspaket bezeichnet das Recht, auf einer bestimmten Strecke einen festgelegten Zeitraum lang den Verkehr zu betreiben. Die Zugunternehmen bewerben sich um diese Pakete. Dadurch dass alle Zugunternehmen gleichermaßen Zugang zu rollendem Zugmaterial und Instandhaltungsdiensten über die staatlichen Gesellschaften haben, soll ein gerechter Wettbewerb sichergestellt werden.

Im Rahmen der Bahnreform wurde auch eine neue Eisenbahndirektion eingerichtet, um den Sektor zu koordinieren. Zu ihren Aufgaben gehören u.a. die Entwicklung zukünftiger Bahnangebote, des Nationalen Verkehrsplans und übergreifender Strategien, darüber hinaus die Ausschreibung von Verkehrspaketen.

Quelle: Bane Nor SF
Bild: Brian Cliff Olguin / Bane Nor

 

 

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