Am Mittwoch fand im dänischen Holeby die Fehmarn Link Business Conference 16 statt. Bauherr, beauftragte Konsortien und interessierte Lieferanten aus Dänemark, Deutschland, Belgien, Großbritannien, Holland und Frankreich trafen sich zum Netzwerken und um sich über den aktuellen Stand der Dinge auf dem Laufenden zu halten.

Immer noch fehlt auf deutscher Seite der Planfeststellungsbeschluss für die Feste Fehmarnbelt-Querung. Auf dänischer Seite ist man startbereit: Vor wenigen Tagen wurde auch der letzte bedingte Vertrag mit den beauftragten Konsortien geschlossen, die den Tunnel samt Autobahn- und Bahnanschluss sowie den Ausbau der Bahnlinie bis zum Tunnel ausführen sollen. Jetzt heißt es "Abwarten und Tee trinken", wie einige der Vortragenden anschaulich durch Bilder von Büchern und Liegestühlen beschrieben. Für die anwesenden Lieferanten, die auf eine Kooperation mit den Konsortien hofften, musste dies ernüchternd wirken, so sie mit hohen Erwartungen zur Konferenz angereist waren.

Dennoch: Im Mittelpunkt der Konferenz stand das Netzwerken, der Austausch untereinander und ein erstes Kennenlernen, um so die Weichen für eine spätere Zusammenarbeit zu stellen. Zahlreiche Aussteller präsentierten in kleinen Ständen ihre Produkte und Angebote.

Leider war die Beteiligung auf deutscher Seite recht gering. Es mag an der insgesamt zurückhaltenden und abwartenden Haltung der Deutschen gegenüber der Festen Fehmarnbelt-Querung liegen, dass sich nur eine Handvoll deutsche Aussteller auf den Weg nach Holeby machten und nur wenige der Konferenzteilnehmer aus Deutschland kamen.

Bei der abschließenden Rundfahrt über das Gelände, wo zukünftig die Fabrik für die Tunnelelemente stehen und der Tunnelausgang auf dänischer Seite sein wird, wurde erneut deutlich, dass in Dänemark bereit ist und man nur auf das Go! von deutscher Seite wartet. Dort ist alles vorbereitet, Baugelände erschlossen, Straßen und Radwege angelegt, einige Lieferanten haben sich schon dort angesiedelt. Sogar ein Aussichtsturm steht dort und informiert Besucher über das Projekt. Doch es bedarf einiger Vorstellungskraft, dass dort, wo Seen, Baumreihen und Wiesen zu sehen sind, zukünftig der längste Absenktunnel der Welt gebaut und dann befahren wird.

Im September (20.-22.9.) finden in Hamburg die Fehmarnbelt Days statt. Auch hier gibt es die Möglichkeit, sich als Aussteller zu präsentieren oder als Konferenzteilnehmer anzumelden. Erste Informationen über das Programm sind bereits veröffentlicht. Es bleibt zu hoffen, dass durch den Veranstaltungsort in Deutschland mit mehr deutscher Beteiligung zu rechnen ist.

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