Der Inlandsumsatz der Bau- und Verkehrswegebaubranche betrug im Jahr 2015 218,1 Mrd DKK (ca. 29,2 Mrd. EUR), d.h. deutlich weniger als erwartet.

Das Dänische Statistikinstitut (Danmarks Statistik) hat die vorläufigen Zahlen für die Inlandsumsätze basierend auf den Umsatzsteuermeldung für Dezember veröffentlicht. Mit diesen Zahlen ist auch die Prognose eines Gesamtstatus des Inlandsumsatzes 2015 möglich.

„Die Umsatzzahlen von Danmarks Statistik wurden justiert, und die vorläufigen Zahlen zeigen ein ziemlich bescheidenes nominelles gesamtwirtschaftliches Umsatzwachstum von bloß 1,1 % gegenüber 2014. Wenn diese Zahlen sich auch der Konsolidierung im nächsten Monat bestätigen, ist dies eine große Enttäuschung für die dänische Wirtschaft‟, erklärt Chekökonom Bo Sandberg vom Branchenverband Dansk Byggeri in einer Pressemeldung. „Die bisherige Einschätzung hatte den Inlandsmarkt nämlich für 2015 als beginnenden Wachstumsmotor gesehen, der damit die träge Exportentwicklung der letzten Jahre hätte ein wenig ausgleichen können. Doch leider hatten wir im 3. Quartal 2015 negative BIP-Zahlen, und Wirtschaftsexperten haben die Prognosen für 2015 und 2016 stark nach unten korrigiert.‟

Gutes Jahr für die Baubranche

Danmarks Statistik zufolge sind es vor allem Hotels, Restaurants, Reisebüros, der Reinigungs- und der Finanzsektor, die zusammen mit der Baubranche die Umsatzentwicklung in eine positive Richtung bewegt haben.

„Die Umsätze im Bausektor wurden für das Jahr 2014 nach oben korrigiert, die für 2015 nach unten. Durch hat sich für 2015 ein niedrigeres Wachstum ergeben als erwartet. Insgesamt setzte die Bauwirtschaft rund 218 Mrd. DKK auf dem Inlandsmarkt um, was ein moderates Wachstum von 4,2 % bedeutet‟, so Sandberg. „Die Anpassung des Umsatzwachstums nach unten ändert nichts daran, dass 2015 für die Branche ein gutes Jahr war, auch wenn es bis zur Stärke von früheren Zeiten noch ein weiter weg ist.‟

Mehr Beschäftigte

Die Beschäftigungs- und Umsatzentwicklung im Bausektor hat sich positiv entwickelt. Es gab 7.100 mehr Beschäftigte, was einem Wachstum von 4,8 % entspricht, passend zum inländischen Umsatzwachstum von 4,2 %.

„Normalerweise wäre zu erwarten, dass die Umsätze etwas stärker wachsen als die Beschäftigung, doch derzeit stellen wir Tendenzen fest, dass die Firmen besonders große Anstrengungen unternehmen, um die bestehende Arbeitskraft in der Perspektive besserer Zeiten zu halten. Daher stiegen die Beschäftigungszahlen in 2015 offenbar genauso stark an wie die Umsätze‟, sagte Sandberg.

Ende Februar wird die jährliche Konjunkturprognose 2016/2017 des Branchenverbands Dansk Byggeri veröffentlicht.

Quelle: Dagens Byggeri
Bild: Ricky John Molloy 

 

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