Flächennutzungsplan für Mega-Tunnelprojekt in Norwegen genehmigt

Die Kommune Bokn in Westnorwegen genehmigte am Dienstag zwei Flächennutzungspläne, mit denen das Mega-Tunnelprojekt Rogfast auf den Weg gebracht wird.

„Das sind gute Nachrichten. Jetzt haben wir genehmigte Flächennutzungspläne für das gesamte Projekt‟, bestätigte der Projektleiter bei der norwegischen Straßenbehörde Tor Geir Espedal.

Das Rogfast-Projekt plant den Bau eines 26,7 km langen unterseeischen Straßentunnels unter dem Boknafjord in Westnorwegen. Dieser soll über zwei Röhren mit zwei Fahrstreifen in jede Richtung verfügen und von Harstad in Randaberg bis nach Laupland in Bokn verlaufen. Zusätzlich ist ein vier Kilometer langer Abzweig bis nach Kvitsøy geplant.

Nur ein Einwand

Weiterhin besteht ein Einwand gegen das Projekt, aber Espedal ist zuversichtlich, diesen ausräumen zu können. „Der Einwand des Regierungspräsidenten des Verwaltungsbezirks gegen das Massenlager in Arsvågen besteht weiterhin, aber wir haben guten Grund zu glauben, dass dieser zurückgezogen wird. Wir haben gesehen, dass das Gleiche mit dem Einwand gegen das Massenlager auf der Insel Kvitsøy geschehen ist, und die Deponie auf Arsvågen ist weit weniger problematisch als die auf Kvitsøy.‟ Er hofft, dass es zeitnah zu einer Klärung kommt.

„Sobald dies erfolgt ist, können wir mit der externen Qualitätssicherung des Projektes beginnen. Dafür ist das Finanzministerium zuständig, aber wir hoffen, dass die Qualitätssicherung im Frühjahr 2016 abgeschlossen werden kann‟, so Espedal.

Tiefster Tunnel der Welt

Der Tunnel wird der längste Straßentunnel der Welt, gleichzeitig am tiefsten gelegene mit einer Tiefe von bis zu 390 m unter der Wasseroberfläche. Für das Projekt wurde ein Budget von 15,2 Mrd. NOK (1,6 Mrd. EUR) veranschlagt.

Quelle: Anlegg & Transport
Bild: Statens Vegvesen

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