Norwegische Bauriesen kämpfen um E6-Ausbau


Gewichtige Angebote, nicht nur, was die Angebotssumme angeht

Die sechs größten Baukonzerne Norwegens haben Angebote für den Ausbau der Europastraße E6 zwischen Trondheim und Melhus eingereicht.

Am Montag fand die Angebotseröffnung für den Ausbau der E6  auf einer Länge von 8 km statt. Es handelt sich um einen der größten Straßenbauaufträge der Region Mittel-Norwegen.

„Es war sehr eng, und wir freuen uns, so viele Anbieter zu haben‟, erklärte Projektleiter Almar Aronson der Straßenbaubehörde Statens Vegvesen. „Die Angebote müssen jetzt nachgerechnet und die Dokumentation geprüft werden, bevor wir uns für einen Auftraggeber entscheiden.‟

Auf das Projekt hatten die größten norwegischen Baukonzerne geboten. Das niedrigste Gebot gab Peap Anlegg AS ab (ca. 125 Mio. EUR).

So sahen die eingereichten Angebote aus:

  • AF-gruppen Norge AS: 1.233.332.460 NOK (133,5 Mio EUR)
  • Hæhre Entreprenør AS    1.396.071,169 NOK (151 Mio EUR)
  • Veidekke Entreprenør AS 1.287.215.755 NOK (139 Mio EUR)
  • Skanska Norge AS / Syltern AS   1.294.952.890 NOK (140 Mio EUR)
  • NCC Constrution AS     1.234.595.445 NOK (133,5 Mio EUR)
  • PEAB Anlegg AS 1.162.581.984 NOK (125,7 Mio EUR)

Die Arbeiten sollten Anfang 2016 beginnen. Im Frühjahr 2019 soll die Straße planmäßig fertiggestellt sein.

Das Projekt umfasst:

  • 8 km vierspurige E6 mit planfreien Kreuzungen, hauptsächlich in der heutigen Trasse
  • Umbau der heutigen planfreien Kreuzung in Sandmoen
  • planfreie Kreuzung in Klett mit der E39
  • neue planfreie Kreuzung in Hårstad
  • Wildübergang südlich von Sandmoen
  • Lokalstraßen

Es sind große Mengen an sumpfigem Boden und Lehm zu bewegen. Die herausfordernden Bodenbedingungen sind der Grund dafür, dass die Straßenbaubehörde 3 Jahre Bauzeit für das Projekt einkalkuliert.

Der Kostenrahmen beträgt 2,5 Mrd. NOK (270 Mio. EUR) und wird das Umweltinvestitionspaket in Trondheim finanziert. Die neue E6 wird größtenteils in der heutigen Trasse ausgebaut, wo derzeit bis zu 30.000 Fahrzeuge täglich passieren.

Quelle: AT.no
Bild: Emilie Gynnild

 

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