Nach Angaben von News Øresund will die schwedische Regierung mehrere Optionen für eine zweite feste Verbindung über den Öresund prüfen. Die dänische Verkehrsministerin ist jedoch nicht von den angedachten Lösungen überzeugt.

Als die jetzige Öresundbrücke gebaut wurde, gab es im Vorfeld viele Diskussionen um den Standort, weil viele der Ansicht waren, sie müsse zwischen Helsingør und Helsingborg entstehen. Seitdem hat man auf schwedischer Seite immer wieder über einen Tunnel an dieser Stelle spekuliert.

Jetzt hat die schwedische Regierung das Thema wieder aufgenommen und möchte nicht nur eine Verbindung zwischen Helsingør und Helsingborg prüfen. Auch das Projekt Europasporet (ein Eisenbahntunnel zwischen Landskrona und Kopenhagen) sowie eine Öresundmetro sind im Gespräch.

Eine weitere Querung über den Öresund könnte zwischen Kopenhagen und Landskrona entstehen. Bild: Europasporet

Die dänische Verkehrsministerin Trine Bramsen bestätigte, die schwedische Regierung habe einen nationalen Infrastrukturplan für 2022-2033 vorgelegt, aus dem hervorgehe, dass Kapazitäten und Redundanzen für Verkehr über den Öresund untersucht werden sollten. „Dabei ist auch eine feste Querung zwischen Helsingborg und Helsingør angedacht. Es hat bereits früher eine erste strategische Analyse für so ein Projekt stattgefunden. Diese hat ergeben, dass die skizzierte kombinierte Straßen- und Eisenbahnverbindung ‒ im Gegensatz zu einer reinen Straßenverbindung ‒ nicht direkt durch die Nutzer finanziert werden kann.‟

Offen für Diskussionen

Die Analyse der Eisenbahnverbindung basierte allerdings auf der Annahme, dass sie nur für Personenzüge genutzt wird.

„Im Übrigen bedeutet eine feste HH-Verbindung, wenn sie eine Redundanz für den Schienengüterverkehr bieten soll, dass Güterzüge entweder über die Küstenbahn geleitet werden müssen oder dass ein völlig neuer Schienenkorridor durch Nordseeland benötigt wird. Die Idee des Europasporet-Projekts würde einen Eisenbahntunnel von Landskrona über den Öresund und unter dem Zentrum von Kopenhagen hindurch beinhalten. Ich halte die genannten Lösungen nicht für realistisch. Aber ich bin immer offen für Diskussionen über mögliche Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur in der Öresundregion‟, so Bramsen.

Quelle: Bygtek.dk

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