Im September 2021 will die norwegische Küstenverwaltung Kystverket ein Lieferantentreffen durchführen. Interessierte Akteure sollen zu einer effektiven und nachhaltigen Durchführung des Baus beitragen, der als Totalunternehmerauftrag vergeben werden soll.

„Wir setzen diese Art von Lieferantendialog ein, um sicherzustellen, dass das Vergabeverfahren gute Alternativen und mögliche Lösungen hervorbringt‟, erläutert Einar Vik Arset, der für die Projektsteuerung des Schifftunnels verantwortlich ist.

Den Dialog will Kystverket als Vorbereitung für die Erstellung der Vergabeunterlagen nutzen. „Er ist wichtig, um interessierten Lieferanten das Projekt und den Prozess vorzustellen – aber auch um über Lösungen, Technologien und Alternativen zu sprechen, an die wir noch nicht gedacht haben. Wir wollen sicherstellen, dass die Vergabeunterlagen keine sinnvollen Alternativen und Lösungen ausschließen.‟

Geänderter Zeitplan

Ende 2021 soll das Vergabeverfahren veröffentlicht werden, mit einem voraussichtlichen Vertragsschluss Ende 2022 und einem Baubeginn des Tunnels im Frühjahr 2023.

Terje Andreassen, der vorübergehende Projektleiter, erläutert den Zeitrahmen: „Mit diesem Zeitplan geht ein etwas späterer Projektstart einher, damit auch eine etwas spätere Eröffnung des Tunnels als bisher vorgesehen. Die Auftaktphase ist bei Projekten dieser Größenordnung entscheidend für den späteren Prozess. Es ist daher sehr wichtig, dieses Projekt so sinnvoll wie möglich zu starten. Und das beinhaltet auch ein gründliches Vorgehen im Zuge des Vergabeverfahrens.‟

Stadt soll der erste Fullscale-Schiffstunnel weltweit werden. Für den Bau werden verschiedene Verfahren eingesetzt, die zwar alle in der Branche nicht neu sind. Doch es gibt nur wenige Projekte – wenn überhaupt -, bei denen all diese Elemente zusammenkommen.

Sehr umfangreiches, komplexes Projekt

„Einfach erklärt handelt es sich eher um eine große, lange Kaverne als um einen Tunnel. Der obere Teil wird wie bei gewöhnlichen Tunneln vorgetrieben. Dann sprengt man sich Schicht für Schicht nach unten vor – eine sogenannte Strossensprengung. Ein sehr komplexes Projekt, bis daraus ein befahrbarer und sicherer Tunnel wird‟, so Andreassen.

Und es geht um große Materialmengen. Die Länge des Tunnels beträgt 1,7 Kilometer. Andreassen erklärt weiter: „Wir reden von insgesamt rund drei Millionen Kubikmetern Fels. Das entspricht rund acht Millionen Tonnen Gesteinsmasse. Etwa zwei Drittel davon werden größere Blöcke aus den Sprengungen sein, der Rest die üblichen, beim Tunnelvortrieb entstehenden Massen.‟

So ist der Querschnitt des Tunnels geplant. (Illustration: Kystverket / Appex)

Fakten zum Lieferantentreffen

  • Das Treffen wird in Microsoft Teams online stattfinden. Termin: 7. September 2021, 10-14 Uhr
  • Zusätzlich wird es die Möglichkeit für bilaterale Gespräche geben. Nur nach Anmeldung.
  • Das Treffen findet auf Norwegisch statt.
  • Die Anmeldung kann entweder über das Vergabeportal Doffin oder über dieses Formular erfolgen.

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