100 Meter unter der Erde wird die U-Bahnstation Sofia gebaut. Es wird eine der tiefsten Stationen der Welt sein und im Sommer 2030 soll der erste Zug einfahren. Derzeit arbeitet Ellevio daran, die Stromversorgung für den Bahnhofsbau zu lösen.

Die Baustelle des Stromunternehmens Ellevio im Stigbergspark in Stockholm sieht aus wie jede andere auch, bei der Leitungen verlegt werden sollen. Doch diese Baustelle ist besonders, denn sie gehört zu einem einzigartigen Bauwerk. 100 m unter dem Park soll in 10 Jahren die U-Bahn-Station Sofia liegen. Es wird die tiefste U-Bahn-Station Stockholms, und Tausende Reisende werden hier jeden Tag einen der 8 Aufzüge zu und von den Bahnsteigen nehmen.

Aufzüge statt Rolltreppen

Andreas Burghauser, Projektleiter der neuen U-Bahn in Stockholms Stadtteil Södermalm, erklärt, warum man sich für Aufzüge entschieden hat: „Es würde zu lange dauern, die Reisenden mit Rolltreppen zu den Bahnsteigen zu befördern, daher setzen wir auf Aufzüge. Im Stigbergspark werden wir einen 20 mal 20 m großen Schacht sprengen, bohren und ausheben. Er wird so hoch wie ein Hochhaus, nur eben nach unten in den Boden.‟

2014 hatte die Region Stockholm gemeinsam mit dem schwedischen Staat und vier Gemeinden den Ausbau der U-Bahn vereinbart. 12 neue Stationen und insgesamt 20 km neue Gleise sollen das Wachstum der Hauptstadt fördern.

So soll der Eingang zum U-Bahnhof Sofia aussehen. Die Züge fahren 100 m tief unter der Erde. Bild: Nya Tunnelbanan

Nicht mehr ausgebaut seit 1994

„Wir haben die U-Bahn seit 1994 nicht mehr ausgebaut, diese Maßnahmen sind also wirklich nötig. Wir verlängern die U-Bahn dorthin, wo viel gebaut wird.‟, so Burghauser.

An dieser Strecke liegt der Bahnhof Stofia, und hier arbeitet Ellevio gerade daran, die Stromversorgung einzurichten – für die Bauphase, aber auch für den späteren Betrieb.

Herausfordernde Aufgabe

Für den Projektleiter bei Ellevio Alexander Mrdjen handelt es sich um eine herausfordernde Aufgabe: „In Stockholm sind solche Projekte immer eine Herausforderung, und jedes Projekt ist einzigartig. Es ist sehr eng und meist sind viele Akteure beteiligt, da braucht es viel Abstimmung. Der Zeitplan sieht derzeit vor, dass wir im Sommer mit unseren Arbeiten fertig werden.‟

Auch Andreas Burghauser weiß, wie herausfordernd und wie wichtig das Ellevio-Projekt ist: „Die Stromversorgung ist das A und O. Bei Schachtarbeiten wie diesen brauchen wir viel Strom, zum Beispiel für die Bohrgeräte.‟ Mit der Stromversorgung fällt somit der Startschuss für den Bau der U-Bahn-Station.

Quelle: Bygga Stockholm

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