Ende September beendete Nye Veier AS das Vergabeverfahren für den Ausbau der E6 auf dem Abschnitt Storhove-Øyer. Jetzt soll das Projekt neu ausgeschrieben werden.

Ursprünglich hatten fünf Gruppen und Konsortien an dem Verfahren teilgenommen, doch nach Ablauf der Angebotsfrist hatte nur ein Akteur ein Angebot abgegeben: eine Arbeitsgemeinschaft aus Implenia Norge und Roadbridge Holding Ltd. Dieses Angebot wurde von Nye Veier abgewiesen.

„Wir haben das Verfahren beendet, weil wir nur ein Angebot erhalten haben, das wir dann aufgrund wesentlicher Vorbehalte abweisen mussten, weil diese gegen die vertraglichen Anforderungen verstießen‟, erklärte danach Bjørn Børseth, Leiter des Bereichs Verträge und Markt.

Rückmeldungen von Präqualifizierten berücksichtigt

Der Leiter des Bereichs Ausbau Øyvind Moshagen erklärte gegenüber des Magazins Byggeindustrin, nun solle bald die erneute Ausschreibung des Projekts erfolgen. „Wir haben mehrere Dinge angepasst. Heute wissen wir mehr, und der Flächennutzungsplan ist inzwischen beschlossen worden. Außerdem haben wir die Rückmeldungen, die wir von den Präqualifizierten und den Anbietern erhalten haben, berücksichtigt‟, sagte er.

Porträt von Øyvind Moshagen
Øyvind Moshagen. Bild: Nye Veier

Moshagen stellte fest, es habe auch noch andere Faktoren als nur die Unsicherheit bzgl. des Flächennutzungsplans gegeben, die ursächlich für das geringe Interesse an dem Projekt seitens der Branche waren. Man habe nun insbesondere an der Risikoverteilung im Tunnel gerabeitet. Aber auch andere Aspekte seien angepasst worden.

Vertrag speziell auf norwegische Akteure zugeschnitten

„Dieser Vertrag passt unserer Ansicht nach besonders gut für norwegische Akteure, was wichtig ist, denn wir haben die Signale bekommen, dass es neue Arbeitsplätze braucht. Wir gehen davon aus, einen guten Wettbewerb zu bekommen, wenn wir das Projekt mit diesen Anpassungen in den Markt geben‟, so Moshagen.

Nye Veier plant den Bau einer vierspurigen Autobahn nacch Øyer bis 2025. Dass die Absage des ersten Vergabeverfahrens dramatische Konsequenzen auf den Gesamtfortschritt des Ausbaus von Moelv nach Øyer haben könnte, weist Moshagen zurück: „Auf eine Perspektive von fünf Jahren hat das wenig Bedeutung und wird sich auf die geplante Fertigstellung bis 2025 nicht auswirken. Das Ziel ist ein Vertragsschluss für den Abschnitt Storhove-Øyer im Sommer 2021 mit Baubeginn im Herbst und einer Fertigstellung und Eröffnung 2024. Der Flächennutzungsplan ist verabschiedet, und es wird der erste Baustart eines Teilprojekts auf der E6 zwischen Moelv und Øyer sein.‟

Quelle: Bygg.no

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