Seit Jahren haben die Branchenverbände Dansk Byggeri und Dansk Industri (DI) um die größten Unternehmen in der Baubranche konkurriert. Jetzt haben sie Fusionspläne bekanntgegeben.

Dansk Byggeri hatte in dem heimlichen Wettkampf immer ein wenig die Nase vorn, während DI jedoch im Dänischen Arbeitgeberverband bei der Verhandlung von Vereinbarungen den Ton angab.

Gleiche Leistungen zu einem besseren Preis

Der Vorstandsvorsitzende von Dansk Byggeri Claus Bering erklärte, man wolle auch in Zukunft den Mitgliedern einen guten Service zum bestmöglichen Preis bieten. „Mit der Fusion können wir den gleichen Service und die gleiche Beratung sicherstellen, die unsere Mitglieder bereits heute gewohnt sind, jedoch zu einem günstigeren Preis – und mehr als das. DI bringt einen Großteil der Akteure der Hoch- und Tiefbaubranche als Mitglieder mit, und wir bekommen so die Möglichkeit, mit ihnen noch enger zusammenzuarbeiten.‟ Durch den Zusammenschluss könne Dansk Byggeri darüber hinaus in Zukunft Leistungen anbieten, die bisher in diesem Maße nicht umgesetzt werden konnten: Beratungsleistungen zur Digitalisierung, zur EU, zu Nachhaltigkeit usw.

Immer größere Anforderungen in puncto Beratung und EU-Interessenvertretung

Der Geschäftsführer von Dansk Byggeri Lars Storr-Hansen gab an, die Mitglieder hätten in der Vergangenheit zunehmend höhere Anforderungen an die Leistungen gestellt, die Dansk Byggeri anbietet, inbesondere in puncto Beratung und Politik: „Das bindet viele Ressourcen, und langfristig hätte es Dansk Byggeri als Organisation mittlerer Größe ordentlich unter Druck gesetzt. Die meisten Wirtschaftsgesetze kommen inzwischen aus Brüssel, und es ist relativ teuer, dort ein System aufzubauen. Entweder hätten wir massiv in diesen Bereich investieren müssen, oder wir mussten jemanden finden, der den Bereich bereits professionell abdeckt. Langfristig wird es sich sicher als vorteilhaft erweisen, dass wir Teil von etwas Größerem sind.‟

Zweitgrößter Mitgliedsverband in Dansk Industri

Dansk Byggeri wird der zweitgrößte Mitgliedsverband im Dachverband DI sein. Es gebe jedoch keine unmittelbaren Pläne, den Mitgliedsverband DI Byg und Dansk Byggeri zusammenzulegen. Die beiden Organisationen sollen zusammenarbeiten, und alles Weitere werde die Mitgliedschaft entscheiden.

Porträt von Lars-Peter Søbye
Foto: Hans Søndergård

„Dansk Industrie hat bereits Architekten und beratende Ingenieure als Mitglieder. Eine Bündelung der gesamten Wertschöpfungskette der Baubranche wird uns fantastische Möglichkeiten bieten, noch intensiver an Themen wir Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Klima und Digitalisierung zu arbeiten. Und das wird all unseren Mitgliedern zugutekommen‟, erklärte Lars-Peter Søbye, Vorstand von DI.

Die beiden Verbände haben anderthalb Jahre lang Gespräche geführt und eine Vereinbarung entwickelt, die nun den Mitgliedern zur Abstimmung vorgelegt werden soll.

Quelle: Bygtek.dk / Dansk Byggeri

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