Zusammen mit dem Kooperationspartner Strabag verklagt der schwedische Baukonzern Skanska die norwegische Eisenbahnverwaltung Bane NOR. Die Unternehmen fordern einen dreistelligen Millionenbetrag als Entschädigung.

Im Mittelpunkt des Streits steht der Bau des neuen Ulrikentunnels, den Skanska und Strabag im Auftrag von Bane NOR durchgeführt hatten. Die Unternehmen hätten die Bodenverhältnisse im Projekt anders vorgefunden, als Bane NOR sie in den Projektunterlagen beschrieben hatte.

Bei der Vertragsunterzeichnung für den Bau des neuen Ulrikentunnels, 2014. Bild: Jernbaneverket

„Es geht um mehrere Aspekte, aber hauptsächlich um die Frage, wer für die Bodenverhältnisse verantwortlich war“, so der Pressesprecher von Skanska Audun Lågøyr.

Die beiden Gesellschaften sind der Ansicht, für die Bodenverhältnisse sei Bane NOR als Auftraggeber verantwortlich gewesen, die Bedingungen seien mangelhaft beschrieben worden, was im Nachhinein zu Zusatzarbeiten geführt hatte. Der Tunnelvortrieb in dem 1,3 Mrd. NOK teuren Projekt hatte 2016 begonnen.

Laut der norwegische Zeitung Dagens Næringsliv handelt es sich um eine Streitsumme von 400 Mio. NOK (ca. 40 Mio. EUR). Bane NOR gibt an, die tatsächliche Summe sei erheblich niedriger.

Beide Parteien streben nach Angaben der Zeitung DN einen Vergleich an.

Quelle: Building Supply NO

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