Mehrere Arbeiter kamen bei Arbeitsunfällen beim Bau der Kopenhagener Metro zu Schaden. Seit der Bau vor fünf Jahren begonnen hat, gab es 382 Arbeitsunfälle.

Ziel des Bauherrn Metroselskabet ist eine Unfallfrequenz von 16, d.h., maximal 16 Unfälle pro einer Million Arbeitsstunden. Doch insgesamt verzeichnet das Projekt seit Baubeginn eine Unfallfrequenz von 27 und damit um mehr als 60 % höher als die Zielsetzung.

„Wenn wir die beinahe 400 Arbeitsunfälle betrachten, wird deutlich, dass es hier ein Problem gibt. Es sind wirklich viele Arbeitsunfälle‟, so Kent J. Nielsen, stellvertretender Direktor der Arbeitsmedizinischen Klinik in Herning.

Sehr problematisch

2014 gelang es Metroselskabet, die Anzahl der Arbeitsunfälle auf eine Frequenz von 21 zu senken. Doch seither ist die Anzahl wieder gestiegen. Im letzten Jahr lag sie sogar bei 31. Metroselskabet gibt zu, dass dies zu viele Unfälle sind, bestreitet aber die Behauptung, enge Zeitpläne und wirtschaftliche Aspekte seien wichtiger als die Sicherheit.

„Ich denke nicht, dass adäquate Sicherheit im Widerspruch zu hoher Effizienz steht. Im Gegenteil: Es versteht sich von selbst, wenn alles in Ordnung und aufgeräumt ist, geht die Arbeit auch schneller von der Hand‟, ist Planungs- und HR-Manager Louise Høst von Metroselskabet überzeugt.

Quelle: Licitationen.dk
Bild: Metroselskabet/Lene Skytthe

 

1 Kommentar

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.