Frühestens im März können die meisten dänischen Politiker Stellung dazu nehmen, ob der längste Absenktunnel der Welt nach Deutschland gebaut wird. Doch der Zeitpunkt, zu dem die Angebote für die verschiedenen Baulose auslaufen, rückt näher.

Zunächst sollte die Entscheidung Mitte Oktober erfolgen, dann kurz vor Weihnachten, zuletzt Mitte Januar. Jetzt wurde die Entscheidung über den Bau des Tunnels zwischen Rødby und Fehmarn erneut vertagt, diesmal bis Mitte März.

Das liegt daran, dass ein Großteil der Regierung auf einen Beraterbericht wartet. Dieser soll die Qualitätssicherung einer Finanzierungsprognose der staatlichen Projektgesellschaft Femern A/S und damit endgültig bestätigen, dass die Benutzer der Brücke (vor allem PKWs) die 60 Mrd. DKK teure Verbindung finanzieren können.

Statt einer Sitzung im Januar sind nun für den März drei neue Sitzungen der Parteien, die im letzten Frühjahr für die Baugenehmigung gestimmt hatten, angesetzt.

Bereits am 15. September erhielt die Femern A/S neue Angebote der Baukonsortien, die sich um den Bau des 19 km langen Tunnels bewerben. Das geht aus einem Entwurf der finanziellen Prognose hervor. 

Die neuen Angebote gingen nach einem langen Prozess ein, der u.a. den Unternehmen 8,5 Jahre statt 6,5 einräumte, um den Tunnel zu bauen. Durch die längere Bauzeit sollten die Baukosten gedrückt werden. Denn diese lagen rund 9 Mrd. DKK über den erwarteten Kosten, als die Unternehmen im Dezember 2014 ihre ersten Angebote einreichten.

Aus der Finanzierungsprognose geht hervor, dass die Regierung ursprünglich eine sechsmonatige Gültigkeit der neuen Angebote gefordert hatte, bevor diese verfallen. Es wurde jedoch vereinbart, die Frist um weitere zwei Monate bis Mitte Mai zu verlängern. Sind die Verträge für den Tunnel bis dahin nicht unterschrieben, müssen neue Verhandlungen durchgeführt oder das Projekt neu ausgeschrieben werden.

Quelle: Ingeniøren

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