So viele Bieter wie noch nie kämpfen um die Verträge der norwegischen Straßenbaubehörde. Straßenbauausschreibungen, deren Frist im letzten November auslief, verzeichneten durchschnittlich fast acht Angebote pro Projekt, so viele wie noch nie.

Der Verband der Maschinenunternehmer (Mef) hat den Straßenbaumarkt seit 2009 analysiert und stellt fest: Nie gab es einen härteren Wettbewerb.

„Es ist deutlich festzustellen, dass viele Unternehmen das Jahr 2015 mit erheblichen freien Kapazitäten abgeschlossen haben. Es ist jetzt wichtig, dass geplante Projekte zum richtigen Zeitpunkt in Gang gesetzt werden, damit diese Kapazitäten ausgenutzt werden‟, so Trond Johannesen, Geschäftsführer von Mef.

7,9 Angebote pro Vertrag waren es durchschnittlich im November. Auf das Gesamtjahr 2015 bezogen ‒ auch wenn die Zahlen für Dezember noch nicht vorliegen ‒ waren es durchschnittlich 4,8 Angebote pro Straßenbauauftrag. Obwohl der Umsatz im Verkehrswegebau kontinuierlich gestiegen ist, wurde die Konkurrenz seit 2011 jedes Jahr größer.

„Hierfür gibt es mehrere Erklärungen. Zum einen schreibt die norwegische Straßenbaubehörde traditionell zum Ende des Jahres weniger Verträge aus, im November nur 14. Darüber hinaus sind die Straßeninvestitionen in den Regionen Mittelnorwegen und Sørland über einen längeren Zeitraum niedrig gewesen, während ein Rückgang auf dem Privatmarkt in Teilen von Vestland dazu beigetragen haben kann, dass sich mehr Akteure auf dem Straßenbaumarkt tummeln. Insgesamt zeigt der Wettbewerb, dass es der Verkehrswegebau geschafft hat, sich auf effektive Weise an die steigenden Investitionen anzupassen‟, erklärte Johannesen.

Trotz der Zunahme an freien Kapazitäten in den Bauunternehmen hofft der Mef, dass 2016 ein gutes Jahr für den Verkehrswegebau wird.

Johannesen: „Die Prognosen sagen einen weiteren Anstieg der Investitionen voraus. Es ist entscheidend, dass die Projekte nicht ausgesetzt werden und dass die Branche und die Behörden gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die Verträge von seriösen Akteuren abgewickelt werden.‟

Quelle: Anlegg & Transport

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