Norwegische Eisenbahnbehörde Jernbaneverket setzt Instandhaltungsarbeiten entlang der Kongsvingerbahn aus.

 

Zunächst war in der Presse zu lesen, dass die schwedische Eisenbahngesellschaft SJ die Pläne für einen Schnellzug zwischen Stockholm und Oslo gecancelt hätte, da man sich mit der norwegischen Eisenbahnbehörde nicht einig werden könne. Jetzt ließ man jedoch verlauten, der Schnellzug käme wie geplant.

Positiver Dialog

„Wir hatten einen sehr positiven Dialog mit der norwegischen Eisenbahnbehörde‟, erklärte Crister Fritzson von SJ.

Dass SJ vorübergehend überlegt hatte, die Schnellzugpläne ad acta zu legen, hat wohl an den unerwarteten Plänen gelegen, die Stromversorgung entlang der Kongsvingerbahn zu verbessern. Doch diese Optimierung würde die Strecke schwerer zugänglich machen und damit die Anzahl der Schnellzüge reduzieren, die SJ zwischen den beiden Hauptstädten täglich bewegen kann.

„Jernbaneverket und Verkehrsministerium haben gezeigt, dass ihnen die Investition in umweltfreundlichen Verkehr wirklich wichtig ist. Wir sind optimistisch angesichts der Lösung, die wir nun entwickelt haben‟, so Fritzson.

Schnellzüge wie geplant

Der Schnellzug wird also ab dem 9. August wie geplant seinen Betrieb aufnehmen und dreimal pro Tag verkehren. „Der Schnellzug wird eingerichtet wie geplant‟, bestätigte auch der Pressesprecher der Eisenbahnbehörde Tor Erik Skarpen.

Zur Frage, wie der Konflikt gelöst worden sei, erklärte er: „Zunächst hatten wir den Plan, die Kongsvingerbahn ab nächstm Jahr nach der Rushhour zu sperren, um die neue Stromversorgung zu bauen. Das hätte aber bedeutet, dass SJ nicht mehr als zwei Züge pro Tag hätte bewegen können. Jetzt haben wir uns entschieden, diese Arbeiten um zwei Jahre zu verschieben, sodass SJ das Probeprojekt mit den Schnellzügen die drei Jahr lang durchführen kann, die geplant waren.‟

Herausfordendes Projekt

Da die heutige Stromversorgung entlang der Strecke 60 Jahre alt ist, müsste diese nach Meinung der Eisenbahnbehörde dringend optimiert werden. Die Konsequenzen aufgrund der Tatsache, dass die neue Stromversorgung nun nicht schnellstmöglich gebaut wird, seien laut Skarpen tragbar. „Wir sind der Ansicht, dass wir die Fahrten der Züge ohne neue Stromversorgung verantworten können.‟ Und fügte hinzu, es sei eine große Herausforderung, die Instandhaltung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Fahrplans durchzuführen.

Verkehrsminister Ketil Solvik Olsen setzte die schwedische SJ über diese Entscheidung in Kenntnis. Er war sehr zufrieden mit der Entscheidung, die Schnellzugpläne wie geplant durchzuführen. Er verwies auf die guten, konstruktiven Gespräche zwischen Eisenbahnbehörde, SJ und dem schwedischen Wirtschaftsministerium. „Jernbaneverket hat festgestellt, dass es möglich ist, die Instandhaltungsarbeiten an der Kongsvingerbahn um mindestens zwei Jahre zu verschieben. Durch kann SJ ab August dieses Jahres den Reisenden ein sehr viel besseres Zugangebot zwischen den beiden Hauptstädten bieten.‟

Jedes Jahr fliegen 1,4 Mio. Reisende zwischen den beiden skandinavischen Hauptstädten. Eine schnelle Zugverbindung wäre daher von erheblicher Bedeutung für beide Länder.

Quelle: Teknisk Ukeblad
Foto: Stefan Nilsson/SJ

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