Der Preis für Solarstrom ist bis zu 40 Prozent niedriger als Strom aus Windkraft, das haben neue Berechhnungen ergeben. Trotzdem bremst nach Meinung von TEKNIQ die Regierung die Kommunen immer noch bei einem zunehmenden Ausbau von Solarzellenanlagen aus, die grünen Strom für Schulen, Kindergärten und kommunale Einrichtungen produzieren könnten.

Die Kommunen sollten die Möglichkeit haben, so viele Solarzellenanlagen aufzustellen, wie sie möchten. Dieser Meinung ist der dänische Branchen- und Arbeitgeberverband TEKNIQ.

„Es nützt keinem, wenn die Kommune in ihren grünen Ambitionen ausgebremst werden. Die Kommunen haben fertiggestellte Solarzellen-Projekte, die wegen der Regierung nicht in Betrieb genommen werden können. Dadurch gerät Dänemarks grüne Wende unnötig ins Stocken‟, erklärt Chefberater Søren Rise von TEKNIQ. Laut einer Untersuchung des Interessenverbandes der Kommunen KL (Kommunernes Landsforening) gibt es bis heute fertige kommunale Solarzellenprojekte von insgesamt 16,5 MW, die ausgebremst werden.

„Der Umweltminister Rasmus Helveg hat heute bekannt gegeben, dass er die Möglichkeit für eine Änderung der Vorschriften prüfen wird, damit die Kommunen bessere Möglichkeiten haben, Solarzellenanlagen zum eigenen Verbrauch zu betreiben. Bis dahin sind wir in der bizarren Situation, dass die Kommunalverwaltungen gerne zur grünen Wende beitragen möchten, die Regierung dies aber nicht zulässt‟, so Søren Rise. „Derzeit geht es darum, die Möglichkeiten zu nutzen und die grünen Ambitionen jeder einzelnen Kommune zum Leben zu erwecken.‟

Dass die Regierung kommunale Solarzellenanlagen ausbremst, ist nach Meinung von TEKNIQ besonders dramatisch, da der Strom aus Solarzellen um bis zu 40 Prozent billiger ist als der Strom aus Offshore-Windkraftanlagen. Berechnungen der dänischen Solarenergievereinigung zeigen, dass der Produktionspreis einer neuen Solaranlage derzeit bei 0,74 DKK (0,09 EUR)  pro Kilowattstunde liegt. Zum Vergleich kostet eine Kilowattstunde aus dem Anholt-Windpark 1,05 DKK (0,14 EUR). Obendrein verursacht es deutlich höhere Kosten, den Strom von einem Offshore-Windpark an Land zu bekommen; der Preis liegt also noch höher.

„Windenergie ist eine ausgezeichnete nachhaltige Energiequelle. Man darf sie nur nicht ausschließlich nutzen. Der Preis pro Kilowattstunde ist ganz einfach zu hoch‟, meint Søren Rise.

Für die kommunalen Solarzellenanlagen spreche außerdem, dass die Entwicklung der Massenproduktion von Solarzellen den Preis sowohl für die Investition in die Anlagen als auch für die Produktion des Stroms gedrückt hat. Eine Solarzellen-Anlage kann derzeit für 20 Prozent geringere Kosten als noch vor fünf Jahren gebaut werden.

Quelle: Tekniq.dk

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