Stockholm erweitert sein U-Bahn-Netz um acht neue Stationen, die durch innovative und standortspezifische Lösungen auffallen. Besonders die Station Hagastaden hebt sich mit einer geteilten Bahnsteiganlage von den übrigen Bauprojekten ab. Auch andere Stationen zeigen spannende technische und architektonische Besonderheiten, die auf die jeweiligen Anforderungen und örtlichen Gegebenheiten zugeschnitten sind.

Acht neue U-Bahn-Stationen entstehen in Stockholm

Zwischen den neuen Stationen gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber einige Lösungen unterscheiden sich deutlich. Die Station Hagastaden ist die einzige, bei der der Bahnsteig in zwei getrennte Bereiche aufgeteilt wird. Bei den anderen Stationen entsteht der Bahnsteig jeweils in einem durchgehenden Raum. Mehrere Stationen erhalten außerdem spezielle Ausgestaltungen.

Einzigartiger Bahnsteig in Hagastaden

Die Station Hagastaden erhält einen Bahnsteig, der durch eine dicke Wand geteilt wird. Ein Durchgang verbindet die beiden Seiten, auf denen die Züge nach Inbetriebnahme des Bahnhofs in entgegengesetzte Richtungen verkehren werden. Bild: Region Stockholm

Hagastaden wird die einzige der neuen Stationen sein, bei der der Bahnsteig in zwei voneinander getrennte Räume geteilt ist. Die übrigen neuen Stationen werden mit einem Bahnsteig in einem zusammenhängenden Raum ausgeführt. Die Lösung mit zwei Räumen ähnelt älteren Stationen an der Blauen und Roten Linie, wo eine Zwischenwand den Bahnsteig trennt.

„Das hängt damit zusammen, dass über dieser Station weniger Felsgestein vorhanden ist. Durch den Bau von zwei separaten Bahnsteigtunneln kann man sie etwas niedriger ausführen‟, erklärt Bengt Nilsson, Projektleiter bei Region Stockholm (die regionale Verwaltung von Stockholm).

Die Station wird etwa 20 Meter unter der Erde gebaut und erhält vier Eingänge. Vom nördlichen Zugang werden Eingänge innerhalb des Karolinska Universitetssjukhuset (Universitätskrankenhaus), am Platz Hagaplan sowie am Karolinska Institutet (Universitätscampus) an der Kreuzung Nobels väg und Solnavägen angelegt. Der südliche Zugang erhält einen Eingang in einem bestehenden Gebäude am Torsplan.

Reisende gelangen von den Tickethallen über Rolltreppen und Schrägaufzüge zum Bahnsteig von Hagastaden. Bild: Region Stockholm

Mehrere Stationen mit besonderer Ausgestaltung

Einige neue Stationen erhalten Lösungen, die an Funktion und Standort angepasst sind. Die Station Slakthusområdet ist ein Beispiel: Sie bekommt einen besonders breiten Bahnsteig, um große Fahrgastströme bei Veranstaltungen bewältigen zu können.

Die Station Sofia wird etwa 100 Meter unter der Erde gebaut und zählt damit zu den tiefsten U-Bahn-Stationen der Welt. Sie erhält Aufzüge anstelle von Rolltreppen – eine Lösung, die auch an neuen Stationen der Gelben Linie in Richtung Älvsjö eingesetzt wird.

Die Station „Hammarby kanal“ wird unter Wasser in den Fels gebaut und verbindet den östlichen Teil von Södermalm mit Hammarby sjöstad. Bild: Region Stockholm

Kein Zugang oberirdisch

Die Station Fridhemsplan an der Gelben Linie wird unterhalb der bestehenden Station angelegt und ist die einzige neue Station ohne eigenen Eingang an der Oberfläche. Ähnliche Lösungen werden auch bei Gullmarsplan und Liljeholmen umgesetzt, wo neue Bereiche in bestehende Kassenhallen integriert werden.

Quelle: Region Stockholm

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