In dem Bericht für das erste Tertial dieses Jahres, der im Verkehrsausschuss von Region Stockholm vorgestellt wurde, geht hervor, dass sich die Prognose für die Endkosten des Metro-Ausbaus erhöht hat. Hauptgrund ist, dass die Preisentwicklung im Bau- und Infrastruktursektor weiter stärker steigt als der allgemeine Verbraucherpreisindex.
Die Parteien, die gemeinsam die neue Metro finanzieren, haben vereinbart, dass das Entgeltniveau dem Verbraucherpreisindex folgen soll, nicht dem Bauindex.
Steigende Baupreise schaffen eine Indexlücke
„Einfach erklärt kann man sagen, dass sich unsere Rechnungen nach dem Bauindex richten, während unsere Erstattung durch die Parteien dem Verbraucherpreisindex folgt. Die Differenz in der Kostenentwicklung zwischen diesen beiden nennen wir die Indexlücke. Wir bekommen schlichtweg nicht so viel erstattet, wie wir für den Bau aufwenden. Nach unserer Einschätzung wird der Index für den Bau- und Infrastruktursektor auch künftig schneller wachsen als der Verbraucherpreisindex, und genau darauf weisen wir jetzt hin“, sagt Verwaltungsleiter Per Ling‑Vannerus.

Die Indexlücke macht 2,8 Milliarden Schwedische Kronen Abweichung in der Prognose aus. Davon entfallen 2,1 Milliarden Kronen darauf, dass die prognostizierten Endkosten für die neue gelbe Linie nach Älvsjö zum ersten Mal auf der Annahme beruhen, dass die Lücke zwischen den beiden Indizes weiter zunimmt. Für die Metro nach Älvsjö haben die vorbereitenden Arbeiten begonnen, aber die Linie hat die letzte Kontrollstation im Vorstand vor dem Übergang in die Umsetzungsphase noch nicht durchlaufen.
Weitere Kostensteigerungen in Barkarby und Arenastaden
Die übrigen Kostensteigerungen außerhalb des Budgets betreffen höhere Ausgaben in Barkarby als Nachwirkung der Kündigung des Hauptunternehmers im Sommer 2023 sowie erhöhte Ausgaben infolge schlechterer Felsverhältnisse als erwartet und damit geringer Baufortschritte in Arenastaden. Im Bericht werden auch positive Abweichungen ausgewiesen, etwa beim Ausbau des Betriebswerks in Högdalen und beim Kauf neuer Fahrzeuge.
„Insgesamt berichten wir 3,6 Milliarden Kronen in laufendem Geldwert, wobei die Indexlücke der größte Posten ist. Das beeinflusst die laufenden Arbeiten hier und jetzt nicht, sondern ist ein formaler Bestandteil der Tertialberichterstattung der Verwaltung, in der wir die Veränderungen der Endkostenprognose seit der letzten Vorlage im Verkehrsausschuss darstellen“, sagt Per Ling‑Vannerus.
Überprüfung aller Projekte bis 2026
In der Verwaltung für den Ausbau der Metro (Förvaltning för utbyggd tunnelbana) läuft derzeit eine umfassende Durchleuchtung aller Projekte. Ziel ist es, im Herbst 2026 eine detaillierte Schlussprognose sowohl für den Zeit- als auch für den Kostenrahmen vorlegen zu können.
„Da es sich um eine laufende Arbeit handelt, lässt sich heute nicht sagen, wie sich Zeitplan und Budget auswirken werden“, sagt Per Ling‑Vannerus.
Kostenmodell im Ausbauabkommen
Im Abkommen über den Ausbau der Metro haben sich die Parteien auf ein Entschädigungsmodell geeinigt, das ausschließlich die Baukosten abdeckt, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bekannt waren. Mittel für die zusätzlichen Kosten, die in allen Bauprojekten immer entstehen – sowohl für vorhersehbare als auch für unvorhersehbare Posten – sollen laut Vereinbarung gesondert behandelt werden. Die Parteien tragen eine gemeinsame Verantwortung für den Umgang mit diesen zusätzlichen Kosten.
Die Vertragspartner sind der Staat, Region Stockholm (Region Stockholm), die Gemeinde Järfälla (Järfälla kommun), die Gemeinde Nacka (Nacka kommun), die Stadt Solna (Solna stad) und die Stadt Stockholm (Stockholms stad).
Quelle: Region Stockholm